Unsere Treffen in 2005
22. Dezember 2005
Stammtisch: "Weihnachtsbowling"
Mit viel Spaß beim Weihnachtsbowling haben wir das vergangene Jahr abgeschlossen. Gewonnen hat wie so oft, Hans-Jürgen Dorr. 2006 werden wir erneut versuchen, ihn beim Bowling zu schlagen:-) Mit Spaß und Zuversicht gehen wir in das Jahr 2006. Viele interessante ReferentenInnen werden uns beim diesjährigen Bergischen Gründerstammtisch begegnen. Ich freue mich auf spannende Themen und Diskussionsrunden und ich hoffe, dass ihr wieder mit dabei seid. Wir sehen uns! Mit den allerbesten Wünschen, Euer Bertram
18. November 2005
Seminar "Mehr Spaß am Kundengespräch"
Viele Unternehmer gehen mit der falschen Einstellung ins Kundengespräch. Sie fühlen sich beispielsweise wegen der finanziellen Abhängigkeit oder der Konfrontation mit mehreren Ansprechpartnern unterlegen. Der ?Unternehmensbuilder e.V.? hat sich diesem Problem angenommen und ein Seminar mit der Zielsetzung organisiert , sich auf Kundengespräche zu freuen, auch mit schwierigen Gesprächspartnern eine gemeinsame Basis zu finden und gute Geschäfte abzuschließen. Die Referenten Marion Genth, Inhaberin von balance-trainings und der Vertriebsspezialist Björn Begemann unterteilten die Inhalte in 2 Bereiche:
- Was kann ich an mir ändern, um ein erfolgreiches Kundengespräch zu führen?
- Welche Techniken sollte ich beherrschen, damit der Kunde sich wohl fühlt?
Allen Teilnehmern hat das Seminar - auch aufgrund der verschiedenen Rollenspiele und Gruppenarbeit - viel Spaß gemacht. Wir danken den Referenten für die vielen Anregungen und ihr tatkräftiges Engagement.
10. November 2005
Stammtisch: "Aktienhandel - Börsianisch für Anfänger und Fortgeschrittene"
"Wenn jemand in den USA einen Schnupfen hat, dann niest die ganze Welt", lautet ein vielzitierter Börsenspruch. Ralf Patzschke, Wertpapierexperte aus Wuppertal, eröffnete mit diesem bekannten Credo seinen Vortrag beim Bergischen Gründerstammtisch. "Aktienhandel - Börsianisch für Anfänger und Fortgeschrittene" vermittelte der Marketing- und Vertriebsleiter des Kölner Gerling-Konzerns. Grundlegende Begriffe wie der DAX wurden mit Schaubildern und Tabellen erklärt. Die Werte von 30 deutschen Großunternehmen bilden den Deutschen Aktienindex (DAX). Allerdings ist der Wert der Aktien nicht mathematisch messbar. Vielmehr sei die Erwartungshaltung von Anlegern, Händlern und der Aktionäre selbst für den Wert eines Unternehmens an der Börse bedeutend, erklärte der 40jährige Börsenexperte. Großen Einfluß habe die alle 14 Tage stattfindende Sitzung des Europäischen Zentralbankrates (EZB) in Frankfurt am Main. Entscheidend ist die Psychologie der Börse. Sowohl Analystenmeinungen und Meldungen der internationalen Presse als auch Gerüchte bestimmen nicht unwesentlich den Wert eines börsennotierten Unternehmens. Wichtige Tipps: "Man sollte nie gegen eine Empfehlung handeln. Und setzen Sie immer ein Limit beim Aktienkauf", empfiehlt Ralf Patzschke, der 1991-1992 als Wertpapierhändler an der New York Stock Exchange (NYSE) gearbeitet hat. Schließlich sei die Börse oftmals irrational. Meldungen über Massenentlassungen folgten regelmäßig steil ansteigende Aktienkurse der betroffenen Unternehmen. Denn die Aktionäre wittern satte Gewinne. Deshalb rät der Fachmann: "Lassen Sie die Finger von allem was Sie nicht kennen und verstehen. An entgangenen Gewinnen ist an der Börse noch niemand zugrunde gegangen." Für die Fortgeschrittenen im Publikum gab es noch etwas zu gewinnen. Richtige Antworten auf knifflige Fragen zur Börse wurden mit wertvollen Büchern zum Thema des Abends belohnt. Damit es endlich auch an der Börse mit dem Traum vom großen Geld klappen kann. Wir bedanken uns bei Ralf Patzschke für einen spannenden und aufschlussreichen Blick hinter die Kulissen des Börsengeschehens. Infos zur Börse und aktuelle Notierungen gibt es u.a. unter den Webadressen www.fondsweb.de, www.dai.de und www.onvista.de.
28. Oktober 2005
Seminar: "Unternehmer berichten über ihre Gründung"
Eine Firmenneugründung ist heute für viele Menschen ein Weg aus der Arbeitslosigkeit. Für andere ist es die Chance, nach dem Studium oder nichtselbständiger Beschäftigung eine neue Existenzbasis zu schaffen. Der ?Unternehmensbuilder e.V.? hat zu diesem Thema vier Referenten eingeladen, die über ihre Gründung und die Entwicklung ihrer Firma berichteten. Mit dem Gründerseminar ?Unternehmer berichten über ihre Gründung? leitet der Verein ?Unternehmensbuilder? eine Seminarreihe ein, die am 18. November 2005 fortgesetzt wird. Bernhard Sowa stellte seine Geschäftsidee vor, die es so in dieser Form bundesweit noch nicht gibt. Erst Anfang 2005 gründete er den Sargträger Verein Bergisch Land. Für den Geschäftsführer des neuen Unternehmens ist es der erstmalige Schritt in die Selbständigkeit. Durch diverse Praktika bei Wuppertaler Bestattungsunternehmen erwarb er sich berufsspezifische Kenntnisse und die nötigen Kontakte. Doch der Schritt in die berufliche Eigenständigkeit ist kein Selbstläufer. ?Geduld und der Rückhalt durch die Familie sind enorm wichtig?, betont Bernhard Sowa. Das konnte Diplom-Ingenieur Dietmar Podszuck ausdrücklich bestätigen. Nach einigen Jahren der beruflichen Neuorientierung betreibt er ein Ingenieurbüro auf den Sudberger Höhen in Wuppertal-Cronenberg. Schaltungsanalysen- und Pläne, deren Dokumentation , die Automatisierung und die Einrichtung computergestützter Maschinen auf CAD- oder CNC-Basis zählen zu den Schwerpunkten seiner Arbeit. Für Existenzgründer hat er einen wichtigen Rat: Niemals auf einen oder nur wenige Kunden konzentrieren! Nur durch einen breitgefächerten Kundenstamm könne sich ein Einzelunternehmen auf Dauer auf dem Markt etablieren. Für Heiko Hansen als Inhaber des Büros Hansen Ingenieure bedeutet Selbständigkeit vor allem den Mut, Entscheidungen treffen zu können. Der Kunde müsse davon überzeugt sein, dass ihm die passgenaue Lösung für sein Problem angeboten werde. Der Träger des Wuppertaler Wirtschaftspreises 2005 als ?Startup des Jahres? betont, dass eine professionelle Präsentation und die nötige Fachkompetenz vorausgesetzt werden. Thermische Bauphysik, Schall- und Immisionsschutz sind die Grundpfeiler seiner Firma. Unternehmensberater Hans-Jürgen Dorr empfiehlt, sich auf das zu konzentrieren, was man am besten könne. Die Konzentration auf das Wesentliche sei bei der Selbständigkeit entscheidend, als ?ständig mit einem Bauchladen herumzulaufen?. Die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten zu bündeln sollte stets Priorität haben. Wir danken allen Referenten und Seminarteilnehmern, die zu einer gelungenen Premiere der Seminarreihe des ?Unternehmensbuilder e.V.? beigetragen haben.
13. Oktober 2005
Stammtisch: "Firmengründung anno 1834 - Erfolg langfristig planen"
Bereits in der fünften Generation stellt die Cronenberger Firma Walter Kottmann GmbH Werkzeuge her. Das 1834 gegründete Unternehmen feiert in vier Jahren 175-jähriges Jubiläum. Unter dem Titel "Firmengründung anno 1834 - Erfolg langfristig planen" stellte Stefan Kirschsieper als Referent des Bergischen Gründerstammtischs vor, wie eine Firma aus Wuppertal sich den Erfordernissen der Zeit mit Erfolg anpasst. "Glück gehört zum Firmenerfolg immer mit dazu", sagt der Geschäftsführer des traditionsreichen Unternehmens auf den Wuppertaler Südhöhen. Doch Glück allein erklärt nicht den Erfolg einer Firma, die Elektromeißel an Kunden in aller Welt liefert. Aufgrund des hohen Preis- und Innovationsdrucks, steigender Stahlpreise und einer Vielzahl von Marktteilnehmern sind Beratung und hochwertiger Service mehr und mehr gefragt. Das Vertrauen des Kunden in die Qualität der Produkte und langfristige Kundenbeziehungen sind ein wesentliches Kriterium für den Erfolg der Cronenberger Werkzeugtechnik über einen so langen Zeitraum. "Die Kunst ist es, ein eher unspektakuläres Produkt unaustauschbar zu machen", erklärt Stefan Kirschsieper. Dabei werde ganz bewusst in Deutschland produziert. Entscheidend sind hervorragend qualifiziertes Personal und die Herstellung von Produkten höchster Qualität. Ein Unternehmen wie die Walter Kottmann GmbH könne wegen der großen Kulturunterschiede nicht nach China oder Rumänien verlagert werden. Das Know How und die lange Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter am Standort Wuppertal bis ins Rentenalter sind nicht durch die geringeren Herstellungskosten in Billiglohnländern gleichwertig aufzufangen. Ferner spreche für Wuppertal die gute Infrastruktur, die Logistik und die Nähe zur Stahlindustrie im Ruhrgebiet. "Wuppertal ist nicht so teuer wie Düsseldorf oder Köln", so Stefan Kirschsieper. Das Vertrauen in die Menschen vor Ort, die enge familiäre Struktur des Unternehmens und das Vertrauensverhältnis zu vielen Kunden über Jahrzehnte sind Pluspunkte im globalen Wettbewerb. Wir danken Stefan Kirschsieper für einen spannenden, aufschlussreichen und unterhaltsamen Vortrag über Unternehmensphilosophie, Elektromeißel, chinesische Kultur und die Verbundenheit mit dem Standort Wuppertal.
8. September 2005
Stammtisch: "Öffentlichkeitsarbeit in Krisensituationen"
Das kann jedem passieren, die eigene Firma steckt in der Krise. Michael Malicke stellte als Referent für Öffentlichkeitsarbeit der Verkehrsbetriebe der Wuppertaler Stadtwerke das Thema "Öffentlichkeitsarbeit in Krisensituationen" den zahlreichen Teilnehmern des Bergischen Gründerstammtischs vor. "Nehmen Sie sich Zeit und stellen Sie die Sachlage ehrlich dar. Halten Sie sich immer an die Fakten", rät der Fachmann für den Fall der Fälle. Bei einer Krise sei es wichtig, Informationen zu bündeln und mit einer Stimme zu sprechen. Gibt es Lieferprobleme oder sind sogar Arbeitsplätze im Unternehmen in Gefahr? Welche Medien gibt es in der Region, wer muss sofort mit Informationen versorgt werden? Die Presse soll mit einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz umfassend, schnell und unmittelbar über die Krise informiert werden. Die eigene Homepage muss laufend den aktuellen Stand der Dinge widerspiegeln. Jede Aussage muss überprüfbar sein, da bei der Schnelllebigkeit der heutigen Medienlandschaft bereits kleine Fehler eine breite Außenwirkung haben. Darauf sollte man vorbereitet sein. Notfallpläne in der Schublade für verschiedene Notsituationen helfen, künftige Krisen vorzubeugen und handlungsfähig zu bleiben. Negatives muss man offen ansprechen und darauf verweisen, dass alle Probleme zügig und kompetent angepackt werden. Wichtig: "Übertreiben Sie nicht und fassen Sie sich kurz!", empfiehlt Michael Malicke. Wir bedanken uns bei Michael Malicke für die anschaulichen Beispiele und möglichen Strategien der Krisenbewältigung. Weitere Informationen gibt es bei Michael Malicke per E-Mail unter der Adresse michael.malicke©wsw-online.de.
14. Juli 2005
Stammtisch: "Kleiner Knigge für Bankgespräche"
Der erste Weg vieler Existenzgründer führt zum Kreditinstitut, ein Gang mit oft großen Stolpersteinen. Wie man ohne zu stolpern das eigene Unternehmen gründen kann, stellte Existenzgründungsberater Carsten Meyer von der Stadtsparkasse Wuppertal als Referent des Bergischen Gründerstammtisches anschaulich dar. Sein "Kleiner Knigge für Bankgespräche" illustrierte die ersten Schritte hin zur Gründungsfinanzierung. Wie bereite ich mich auf das Gespräch mit der Bank vor? Welche Prämissen sind zu erfüllen, um die Neugründung einer Firma zu finanzieren? Die sicherlich hohen Risiken für Gründer und Kreditinstitut seien, so Carsten Meyer, eine besondere perspektivische Verantwortung für die Bank. Die intensive Betreuung der Firmenneugründer durch den Kreditberater stelle eine große Herausforderung dar. Existenzgründung bedeute stets eine grundlegende Veränderung der wirtschaftlichen Situation und greife tief in die Lebensumstände des Jungunternehmers ein. Eine seriöse Gründungsfinanzierung müsse das immer berücksichtigen. Deutlich wurden die Faktoren beschrieben, die bei einer Bank bei einer Kreditentscheidung eine Rolle spielen, wie etwa die Mindestanforderung für das Kreditgeschäft. Der Stellenwert des neu zu gründenden Unternehmens, das sogenannte "Rating" sei ein nicht zu unterschätzender Aspekt bei der Kreditentscheidung in der Praxis, so der Experte. Ferner sei das persönliche Auftreten des Kreditnehmers während des Kreditgesprächs sehr wichtig. Auch Existenz- und Kreditberater sind schließlich nur Menschen. Wir bedanken uns bei Carsten Meyer für das fachlich aufschlußreiche Referat zum Thema Gründungsfinanzierung. Für detaillierte Informationen ist Carsten Meyer telefonisch unter 0202/488-5620 oder per E-Mail unter der Adresse Carsten.Meyer©Sparkasse-Wuppertal.de zu erreichen.
09. Juni 2005
Stammtisch: "Altersvorsorge - Frühzeitig Weichen stellen"
Im Juni hatten wir ein wichtiges, wie auch unangenehmes Thema für den Gründerstammtisch ausgewählt: "Altersvorsorge - Frühzeitig Weichen stellen". Als Referenten durften wir Henning Brögeler und Gerald Bormki von der Firma MLP in unserer Mitte begrüßen. Schon in der Einleitung wurden die Referenten konkret. Sie erklärten anhand der steigenden Lebenserwartung und der sinkenden Geburtenrate die demographische Entwicklung in Deutschland. Fazit: Immer mehr Rentner werden von immer weniger Erwerbstätigen getragen. Die Beibehaltung der Umlagefinanzierung ( = Generationenvertrag) ist fraglich. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, einen Anteil des Einkommens durch Konsumverzicht anzusparen, um Einkommensquellen für die Zeit nach Beendigung der Lebensarbeitsphase zu schaffen. Was das allerdings in Zahlen bedeutet, löste bei den meisten Anwesenden hysterische Heiterkeit aus. Berücksichtigt man die Inflation und Langlebigkeitsrisiko (sic!), sollte man ein Drittel seines Einkommens bei Seite legen (Wer es genauer wissen will, die Jungs von MLP werden es euch gerne persönlich erklären). Bei den Anspar-Möglichkeiten wurde Wert darauf gelegt, dass man die Besteuerung nicht berücksichtigt. Man kann sich diese als Aufwand vom Finanzamt wiederholen. Wer die Höhe der aktuellen Eigenheimzulage kennt, wird über die neuen Fördermöglichkeiten überrascht sein: Der Staat greift viel tiefer in die Tasche, um den Sparer zu entlasten, als dies von der Eigenheimzulage bekannt ist. Die neuen Formen der Altersvorsorge (Riester- und Rürup-Rente) sind zudem gegen einen Zugriff bei Arbeitslosigkeit oder privater Insolvenz geschützt - die Altersvorsorgebeiträge gelten als Schonvermögen. Wir danken Henning Brögeler (Henning.Broegeler@mlp-ag.com) und Gerald Bormki (Gerald.Bormki@mlp-ag.com) für die gut verständliche Einführung in das Thema Altersvorsorge. Wer noch Fragen zum Thema hat, kann sich für ein kostenloses Erstberatungsgespräch gerne an beide Referenten wenden.
12. Mai 2005
Stammtisch: "Kommunalpolitik - Motor für Jungunternehmer"
Mit einem ganz besonderes Highlight konnten wir im Mai aufwarten. Wir hatten zum Thema "Kommunalpolitik - Motor für Jungunternehmer" als Referenten Peter Jung, den Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal eingeladen. Mit über 40 Anmeldungen mussten wir kurzfristig den Gründerstammtisch in den Senatssaal der Uni Wuppertal verlegen (Mein Dank geht an Dr. Peter Jonk für die schnelle, unbürokratische Unterstützung). Wer Peter Jung bei einem seiner vielen Auftritten kennengelernt hat, weiß seine sehr souveräne und entspannte Art zu schätzen. Er erzählte den aufmerksamen Teilnehmern, wie er durch sein ehrenamtliches Engagement bei dem Wiederaufbau des Leistungszentrum Wuppertal mit der Kommunalpolitik erstmalig ernsthaft in Berührung kam. Er beschrieb die weiteren Stationen seines Werdegangs bis zum heutigen Tag. Heraus kam das Bild eines engagierten Bürgers mit dem Mut zur Veränderung und der konsequenten Verfolgung seiner Ziele. Von vielen Teilnehmern wurde der schlechte Ruf der Politik angesprochen. Wuppertal ist durch die Korruptionsschlagezeilen in aller Welt bekannt geworden. OB Jung gab zu bedenken, dass kriminelle Energie kein kommunales Problem sei und in Wuppertal die Korruption schonungslos aufgedeckt worden ist. Außerdem sei die Beteiligung möglichst vieler aktiver Bürger der beste Garant gegen kriminelle Machenschaften. Es wurde dabei noch einmal erklärt, wie einfach man durch den Beitritt in eine Bezirksfraktion den Einstieg in die Kommunalpolitik findet. Im abschließenden Teil wurden über die Möglichkeiten der Stadt gesprochen, die heimischen Unternehmen zu fördern, den Standort zu stärken und die Attraktivität des Standortes voranzutreiben. Angesichts der chronisch leeren Stadtkasse und den Vorgaben der Landespolitik ein schwieriges Unterfangen. Es wurden beispielhaft der Abbau der Bürokratie, die betriebswirtschaftliche Haushaltsführung, die WiBeFoe und die neu gegründete Wuppertal Stadtmarketing GmbH als Instrumente angesprochen. Insgesamt war es ein lehrreicher und sehr angenehmer Abend. Auch wenn bei weitem nicht alle Themen in der Kürze der Zeit angesprochen wurden, hat Oberbürgermeister Peter Jung ein gelungenes Statement für das kommunalpolitische Engagement der Unternehmer in Wuppertal gehalten. Seine Einladung, ihn im Rathaus Wuppertal zu besuchen, werden wir mit Sicherheit annehmen. Wir bedanken uns herzlich für sein Kommen und wünschen ihn für seine nicht immer leichten Aufgaben gutes Gelingen.
14. April 2005
Stammtisch: "Finanzamt - Dein Freund und Partner"
Im April haben wir gespannt die Einladung des Finanzamts Wuppertal-Elberfeld zum Thema "Finanzamt - dein Freund und Partner" angenommen. Nach einer fröhlichen PaterNoster-Fahrt in die 4. Etage - eine der seltenen Gelegenheiten, sich seinen Kindheitsängsten zu stellen - trafen ca. 30 Stammtischler auf ein gut vorbereitetes Team des Finanzamts. In seiner Eröffnung referierte der Vorsteher Klaus Saalmann kurz über den historischen Standort des Finanzamts (der Straßenname leitet sich tatsächlich von dem ehemaligen Kasino in Elberfeld ab!) und die heutigen Aufgaben und Probleme des Finanzamts. Fazit: Auf der einen Seite wurden in den letzten 10 Jahr beinahe ein Drittel aller Stellen abgebaut, auf der andere Seite wird die personalintensive Bürgernähe als neue wichtige Säule gefordert. Da haben die Finanzämter bei der steigenden Komplexität der Steuersachverhalte keine einfache Aufgabe zu bewältigen. Im Anschluss wurde das kommende Programm NAST vorgestellt. Eine kleine Task-Force des Finanzamts versucht, allen Jungunternehmern in den ersten 6-9 Monaten nach Gründung bei steuerlichen Fragen Hilfestellung zu geben. NAST kann man wohl als kommunale Antwort auf das Massensterben der ICH-AGs betrachten. Wir Stammtischler sehen es ebenfalls als sinnvoll an, wenn sich Gründer über Steuergesetze und -abläufe ein gewisses Grundwissen aneignen. Noch sinnvoller fänden wir allerdings ein für jedermann verständliches und praktikables Steuerwesen:-) Wir bedanken uns sehr herzlich beim Team des Finanzamts Wuppertal Elberfeld, welches das Treffen außerhalb der Öffnungs- und Arbeitszeiten sehr gut vorbereitet hat. Das geduldige Zuhören und Beantworten aller Fragen hat uns eindrucksvoll gezeigt, zumindest in Elberfeld wird Bürgernähe bereits gelebt. Das Bild des unangenehmen Geldeintreibers gehört damit endgültig der Vergangenheit an und der seltsam anmutende Titel unseres Treffens hatte durchaus seine Berechtigung.
11. März 2005
Stammtisch: "Gründung und Wachstum - gibt es noch Geld von Bund und Land?"
Im März kamen zum Thema "Gründung und Wachstum - gibt es noch Geld von Bund und Land?" ca 30 Interessenten zusammen. Dr. Rolf Volmerig, Geschäftsführer der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderungsgesellschaft Wuppertal mbH (WiBeFoe), referierte über die Fördermöglichkeiten für Gründer, Jungunternehmer und innovativen Unternehmern in der Wachstumsphase. Wer gehofft hatte, das Land und Bund die Unternehmer ohne Eigenbeteiligung reich beschenken würde, wurde in die Wirklichkeit zurückgeholt. Nur Hochschulabsolventen, die an den Förderprogrammen PFAU oder EXIST-SEED teilnehmen, kommen in den Genuß einer dem Wunschgedanken annähernden Förderung. Für die Teilnehmer des Stammtischs präsentierte Dr. Volmerig viele Förderungsmöglichkeiten, die KMUs entgegenkommen. Es wurden im einzelnen das Beratungsprogramm Wirtschaft, die Potenzialberatung, innovationsbezogene Personaltransfers, die Verbundausbildung, die unterschiedlichen In- und Auslandsmessenprogramme, sowie PRO-INNO II und die INSTI-KMU-Patenaktion vorgestellt. Fazit: Es gibt einige Förderprogramme, die uns Existenzgründer und Jungunternehmer entgegenkommen. Leider legen Land und Bund den Schwerpunkt auf die produzierenden Betriebe und fördern Dienstleister nur marginal. Immerhin haben wir in Wuppertal den Vorteil, auf die engagierte Unterstützung der WiBeFoe vertrauen zu können. Wir danken Dr. Volmerig für hervoragende Selektion ud Präsentation der Förderungsmöglichkeiten. Bei Rückfragen kann man Dr. Rolf Volmerig telefonisch unter 0202 / 24807-20 oder per E-Mail unter volmerig©wibefoe-wuppertal.de erreichen.
10. Februar 2005
Stammtisch: "Unternehmercharisma - Erfolg durch Persönlichkeit"
Zum Thema "Unternehmercharisma - Erfolg durch Persönlichkeit" fanden sich fast 40 Interessenten zusammen. Der Referent Thorsten Westhoff, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland und Vorstand der A!B!C AG in Wuppertal, zog die Zuschauer von Anfang in seinen Bann. Nach einer kurzen Ausführung zu seiner Person und seinem Werdegang, wurde sehr kontrovers über das Thema diskutiert. Die Kernaussagen von Thorsten Westhoff: Charisma könne man nicht lernen. Wer dazu hergekommen sei, solle aufstehen und gehen. Charisma bedeute auf seine innere Stimme hören, für seine Überzeugung auch mal gegen den Strom schwimmen, ohne Erwartungen zu geben und vor allem authentisch sein. Charismatische Leute müssen nicht erfolgreich sein. Charisma sei, am Beispiel von Diktatoren, auch eine negative Eigenschaft und man dürfe Charisma nicht mit Populismus verwechseln. Dabei kommentierte Westhoff gekonnt seine Ausführungen mit provokanten Aussagen über Politik und Wirtschaft. Man müsse Menschen aufrütteln und zum Nachdenken anregen. Ob Charisma oder nicht - der Abend hat durch den starken Auftritt von Thorsten Westhoff viele Anwesende einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wie sagte Thorsten Westhoff so passend: "Ihr könnt mich ruhig siezen, ich duze euch trotzdem." In diesem Sinne: Danke Thorsten!
13. Januar 2005
Stammtisch: "Telefonische Kaltakquise - für Gründer wärmstens empfohlen"
Für den ersten Bergischen Gründerstammtisch im neuen Jahr konnten wir zum Thema "Telefonische Kaltakquise - für Gründer wärmstens empfohlen" als Referentin Frau Birgit Jordan von der Firma jordanize!, Düsseldorf, gewinnen. Eine defekte Klimaananlage und 25 Teilnehmer, von denen nur 15 angemeldet waren, brachten Frau Jordan glücklicherweise nicht ins Schwitzen. Im Gegensatz zu den vergangenen Telefonmarketing-Stammtischen stand nicht Rhetorik und Einwandbehandlung im Vordergrund. Stattdessen präsentierte Frau Jordan einfache Überlegungen und Rechenbeispiele aus der Praxis. Nach ihrer Erfahrung sind qualititive Kontakte am wichtigsten. Beispiel: Gründer A hat 100 Adressen, arrangiert 10 Treffen und gewinnt einen neuen Kunden. Gründer B hat 20 Adressen, arrangiert 2 Treffen und gewinnt ebenfalls einen neuen Kunden. Man sieht also: Gründer A muss sich die Frage stellen: Waren meine Adressen qualitativ in Ordnung? Habe ich nicht zuviele Termine herbeigezwungen, obwohl der potentielle Kunde am Telefon kein Interesse signalisierte? Zeit ist Geld! Frau Jordan gab viele Tipps zu den unterschiedlichen Methoden, die richtigen Adressen und Ansprechpartner zu finden. Dabei präferierte Sie zur Kundengewinnung die Nutzung von Netzwerken. Sie machte deutlich, das Erfolg auch eine gewisse persönliche Schmerzgrenze erfordert. So erzählte Sie den verblüfften Anwesenden, dass Sie in bestimmten Netzwerken bewusst als Ehefrau oder Sekretätrin begrüßt wurde. Wer sich an diesem Punkt nicht entmutigen lässt, so Jordan, verschafft sich aber Respekt und gewinnt neue Kunden. Wir danken Frau Jordan für die verständliche Aufbereitung eines enorm wichtigen Themas.