Unsere bisherigen Treffen in 2008
Bergischer Gründerstammtisch
12. Dezember 2008
Stammtisch: "Weihnachtskegeln"
Wirtschaftskrise, Bankencrash und Konjunkturprogramm können die (Un)Wörter des Jahres sein. Beim Weihnachtskegeln zählte das alles nicht. Hier wurde ordentlich abgeräumt, alle Neune natürlich!
Für das neue Jahr 2009 wünschen wir allen Freunden und Gästen des Bergischen Gründerstammtisches Erfolg, Glück und Gesundheit und schöne Feiertage.
Schon einmal vormerken: Am 15. Januar 2009 geht es wieder los mit interessanten Vorträgen und spannenden Themen.
Bergischer Gründerstammtisch
13. November 2008
Stammtisch: "Ist Erfolg kopierbar? Erfolgreiche Gründer stellen sich vor"
Die drei bergischen Großstädte Wuppertal, Solingen und Remscheid verbuchten mit der Regionale 2006 einen großen Publikumserfolg. Viele Projekte, Ideen und Entwicklungen der bergischen Region faszinierten zahlreiche Besucher. Eines davon war der Infopavillon der ehemaligen Studenten der Universität Wuppertal. Ganz aus Kunststoff und aufblasbar war der Pavillon selbst eine ungewöhnliche Innovation aus dem Bergischen Land. Mohamed Fezazi, Volker Hofmann und Antonio Pinca präsentierten ihr Erfolgsrezept beim Gründerstammtisch zum Thema "Ist Erfolg kopierbar? Erfolgreiche Gründer stellen sich vor".
Lobomob rentapneu heißt das Unternehmen der studierten Architekten. Während des Studiums entstand die Idee, mit aufblasbaren und leichten Objekten ein neues Unternehmen zu gründen. Der Erfolg stellte sich nach und nach ein. 2008 sind die drei Techniker in der Kategorie Jungunternehmen mit dem Wuppertaler Wirtschaftspreis ausgezeichnet worden. An Architekturwettbewerben hatten die drei Existenzgründer bereits zu Studienzeiten teilgenommen. "Wir wollten etwas entwickeln, das ungewohnt und wirklich neu sein sollte," beschreibt Mohamed Fezazi die Unternehmensidee.
"Unsere Überlegung zur Regionale 2006 war, daß der Pavillon schnell und unkompliziert auf- und abgebaut werden konnte, in einen 7,5-Tonner passen und funktional sein sollte," ergänzt Volker Hofmann. Messen und Eventagenturen sind bislang die Hauptinteressenten ihres Produktes, das eine durchschnittliche Lebensdauer von mindestens fünf Jahren und länger hat. Das nicht brennbare Material aus Spinnacker und Polyamidgeweben erfüllt alle gängigen Brandschutzstandards. Produziert wird in Wuppertal, die Lieferanten der Textilien sind in Münster ansässig. Die Vorlage für alle Pavillons und Skulpturen bilden dreidimensionale Modelle im Computer.
"Unsere Kunden legen großen Wert auf in Deutschland hergestellte Produkte", so Mohamed Fezazi. Inzwischen sind Bestandskunden ein wichtiges Standbein des noch jungen Unternehmens. Über Referenzen und mündliche Empfehlungen zufriedener Kunden gewinnt Lobomob neue Kundenkreise.
Wir bedanken uns bei den Lobomob-Gründern für ihren sehr interessanten Auftritt beim Gründerstammtisch und wissen jetzt, daß Luftschlösser real sein können. Allerdings stoßen sie in 22 Metern Höhe an ihre physikalischen Grenzen. Mehr über Lobomob gibt es unter der Homepage www.lobomob.de und der Email-Adresse info©lobomob.de
24. Oktober 2008
Seminar: "Mini-GmbH - Voraussetzungen und praktische Anwendung"
Das Seminar über die Mini-GmbH nach dem Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) erklärt kurz Historie, theoretische Grundlagen, Gründung und Kosten. Als Seminarleiter war Dipl. Kfm. Stephan Behrens, vereidigter Buchprüfer und Steuerberater aus Wuppertal geladen.
Das, was Anwälte und Notare als Referenten gerne in den Vordergrund stellen, nämlich Probleme hier und rechtliche Bedenken da, entfiel weitgehend. Dies hilft in der Praxis nicht weiter. Daher wurde besonders die laufende Führung mit ihren Problemen für den Praktiker verständlich erläutert.
Am 26. Juni 2008 wurde das Gesetz vom Bundestag beschlossen. Der Bundesrat hat am 19. September 2008 das vom Bundestag beschlossene Gesetz gebilligt. Es wird voraussichtlich am 1. November 2008 in Kraft treten und lässt zu, dass eine Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) mit einem Mindestkapital von 1 EUR gegründet werden kann. Ein Viertel des Jahresüberschusses muss in eine Rücklage eingestellt werden, bis das Mindestkapital von 25.000 EUR erreicht ist. Dadurch soll gesichert werden, dass eine mit einem sehr geringen Stammkapital gegründete UG (haftungsbeschränkt) eine höhere Eigenkapitalausstattung erreicht. Im Rechtsverkehr darf nur mit dem Rechtsformzusatz "Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)" oder "UG (haftungsbeschränkt)" aufgetreten werden. Eine Abkürzung des Zusatzes haftungsbeschränkt ist nicht zulässig. Eine notarielle Beurkundung der Unternehmergesellschaft ist erforderlich, aber verursacht beim vereinfachten Verfahren mit höchstens drei Gesellschaftern nur Notarkosten von 20 EUR (statt 300 EUR bei der GmbH), sofern man das Musterprotokoll des revidierten GmbH-Gesetzes verwendet. Hinzu kommen die Kosten für die Eintragung im Handelsregister sowie die Kosten für die zwingend vorgeschriebene Bekanntmachung.
Hintergrund der angestrebten Einführung ist der Wettbewerbsdruck, der aufgrund der Rechtssprechung des EuGH zur Niederlassungsfreiheit von Auslandsgesellschaften und der Verbreitung der englischen Limited in Deutschland auf der GmbH lastet.
Wir bedanken uns bei Stephan Behrens für den Vortrag. Für Fragen zum Thema ist er unter der E-Mail Adresse info©stb-stb.de erreichbar. Besuchen Sie auch die Homepage www.stb-stb.de.
Bergischer Gründerstammtisch
09. Oktober 2008
Stammtisch: "Abgeltungssteuer für neue Geldanlagen ab dem 01.01.2009 und wie man um Sie herumkommt"
Zwei Drittel der Deutschen hat noch nie etwas von der Abgeltungssteuer gehört, die am 1. Januar 2009 in Kraft treten wird. Das geht aus einer jüngst erstellten Umfrage des Marktforschungsinstitutes GfK hervor. Sie betrifft jeden, der Kapitaleinkünfte wie Zinsen, Dividenden oder ähnliche Einnahmen erzielt. Aktuell referierte Dr. Ednan Gerard beim Gründerstammtisch zum Thema "Abgeltungssteuer für neue Geldanlagen ab dem 01.01.2009 und wie man um Sie herumkommt".
"Alle Geldanlagen, die nächstes Jahr angelegt werden, müssen versteuert werden", berichtet Ednan Gerard. Das bedeutet: Ab 2009 wird auf alle privaten Kapitaleinkünfte und Kursgewinne aus Wertpapieren ein pauschaler Steuersatz von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer erhoben. Die Abgeltungssteuer wird direkt von der Bank einbehalten und anonym an das Finanzamt abgeführt. Mit dem Unternehmenssteuerreformgesetz vom Sommer 2007 wird eine Anpassung an europäische Standards umgesetzt.
"Jetzt heißt es in diesem Jahr zu handeln, um sich noch in 2008 Vermögensvorteile zu sichern", empfiehlt Ednan Gerard. Bei Sparplänen sollten neue Gelder in Unterdepots angelegt werden. "Durch die Abgeltungssteuer werden Versicherungen wieder interessant." Neue Geldanlagen und damit verbundene Kursgewinne bleiben beim Kauf im Jahr 2008 dauerhaft steuerfrei. Bei einem Kauf im neuen Jahr 2009 sind Kursgewinne grundsätzlich steuerpflichtig. "Investieren Sie noch in diesem Jahr, wenn Sie die Abgeltungssteuer umgehen wollen", so der Finanzexperte.
Grundsätzlich biete jede Krise eine Chance. Die Immobilienkrise und der folgende Zusammenbruch großer und einst renommierter Geldinstitute in den Vereinigten Staaten von Amerika und Europa biete die Möglichkeit, sich antizyklisch am Finanzmarkt zu verhalten. Eine langfristige und globale Ausrichtung neuer Geldanlagen sei die richtige Taktik. Globale Aktienfonds statt klassischer Rentenfonds sollten favorisiert werden. Die Vorgabe laute: "Was will ich, für welchen Zweck spare ich und welchen Zeitraum setze ich an?", sagt Ednan Gerard. Kurzfristige Prognosen zur Entwicklung der internationalen Finanzmärkte sind reine Spekulationen. Langfristig sind trotz der derzeit niedrigen Kurse Aktienfonds unschlagbar.
Wir bedanken uns bei Dr. Ednan Gerard, der mit vermeintlich nüchternen Zahlen und Fakten einen spannenden Einblick in die internationale Welt der Hochfinanz vermittelt hat. Abschließend empfiehlt er, sich an Henry Ford zu halten: "Es ist sinnvoller eine Stunde über Geld nachzudenken, als einen Tag dafür zu arbeiten." Wer mehr zum Thema Abgeltungssteuer wissen möchte, bekommt diese und weitere Informationen unter der Homepage www.tecis.com.
26. September 2008
Seminar: "CRM - Kundenmanagement für KMUs"
Ist Kundenmanagement das "neue" Wundermittel für wirtschaftlichen Erfolg? Nach dem Prinzip Try-and-error haben Konzerne nahezu aller Branchen in den letzten Jahren Projekte rund um Kundendaten-, Kundenbeziehungs- oder schlicht Kundenmanagement gestartet und sind mit beinahe schlafwandlerischer Sicherheit in der alltäglichen Umsetzung gescheitert. Und nun rückt das Thema auf die Agenden kleiner und mittelständischer Unternehmen. Es stellt sich die Frage: Können kleine Unternehmen erfolgreich umsetzen, woran die großen beinahe konsequent scheiterten? Das Seminar unter Leitung von Sven Bruck, der mit seinem Team der ABS Computer GmbH neben führenden Großunternehmen auch ca. 2.000 mittelständische Automobilhändler und -werkstätten in Deutschland bei der Umsetzung einer Kundenorientierung betreut, zeigte Chancen und Risiken von Kundenmanagementprojekten im Mittelstand auf. Der Schwerpunkt der Wuppertaler Agentur und des Seminars liegt bei der Umsetzung im täglichen Geschäft: Kundenmanagement muss beim Kunden spürbar ankommen, damit es etwas bewirken kann. Weitere Infos unter www.marketing-by-abs.com. Per Email ist Sven Bruck unter sb©marketing-by-abs.com erreichbar.
Bergischer Gründerstammtisch
11. September 2008
Stammtisch: "Als Christ in der Wirtschaft (über-)leben"
Das Grundgesetz garantiert ausdrücklich die freie Ausübung jeder Religion. Im Berufsalltag spielt sie jedoch kaum eine Rolle. Der Glaube an Gott gilt als Privatsache. Die in Wuppertal ansässige Organisation Christen in der Wirtschaft e.V. (CIW) trägt die christlichen Werte in die Öffentlichkeit. CIW-Geschäftsführer Andreas Schnabel referierte beim Bergischen Gründerstammtisch zum Thema "Als Christ in der Wirtschaft (über-)leben".
Was ist ein Christ? Zentraler Inhalt des christlichen Glaubens ist Jesus Christus und die Gemeinschaft. Das Leiden Christi, die Auferstehung und die Erlösung sind gemeinsam mit der Taufe Zeichen nach außen, die alles miteinander verbinden. "Die Liebe Gottes ist der Kern dieser Botschaft", sagt Andreas Schnabel. Das Gebet bilde einen Ruhepunkt, um wieder Kraft schöpfen zu können. Im Gebet werden konkrete Themen und Probleme im Beruf und Privatleben benannt. Wenn ein Problem nicht in Worte gefaßt werden kann, empfiehlt Andreas Schnabel Rückgriff auf die 150 Psalmen des Alten Testaments zu nehmen.
Ziel des CIW ist es, Jesus Christus und dessen Botschaft, Geschäftspartnern und Kollegen zu übermitteln. Biblische Prinzipien und Werte in Unternehmen zu fördern zählt ebenfalls dazu. Im Matthäus-Evangelium des Neuen Testaments steht eine fundamentale Regel. Es ist die sogenannte Goldene Regel: "Behandle die Menschen so, wie Du selbst behandelt werden möchtest." Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit gegen jedermann auszuüben, ist ein Satz, der im Römerbrief (Brief des Apostels Paulus an die Römer) verankert ist. Ferner heißt es im Römerbrief, einander anzunehmen. Für den beruflichen Alltag bedeutet das Stärken und Gaben des Anderen zu erkennen, anzunehmen und zu fördern. "Christsein heißt, andere Menschen darin zu bestärken, auch wenn man selbst in den Hintergrund tritt", so Andreas Schnabel. Ein besonderes Merkmal christlichen Glaubens sei das Vorbild Jesus, der sich für die Menschen geopfert habe.
Christliche Prinzipien gelten nicht allein in Berufen der Seelsorge , der Kranken- und Altenpflege, "... der Glaube an Gott ist ganzheitlicher und umfassender", meint Andreas Schnabel zum Abschluß.
Herzlichen Dank an Andreas Schnabel für seinen engagierten Vortrag. Für weitere Informationen gibt es die Homepage der Christen in der Wirtschaft (CIW) unter der Webadresse www.ciw.de. Dort sind weiterführende Links zu speziellen Fragen zu finden. Per Email ist der CIW unter info©ciw.de erreichbar.
Bergischer Gründerstammtisch
14. August 2008
Stammtisch: "Umgang mit schwierigen Menschen - Die 3 Basics der Kooperation"
Konkurrenz bestimmt und belebt die sogenannte freie und soziale Marktwirtschaft. Andererseits kann Konkurrenz unüberbrückbare Konflikte auslösen. Beim ersten Stammtisch nach der Sommerpause hieß das Thema "Umgang mit schwierigen Menschen - Die 3 Basics der Kooperation". Als Referenten waren Marianne Sobania, Hausverwalterin, Maklerin und Trainerin im Team der Akademie Neue Wirtschaft aus Wuppertal und der Diplombiologe Robert Römer, Schwerpunkt Verhaltensforschung, geladen.
"Kooperation statt Konkurrenz" ist die grundlegende Spielregel ihres Konzepts. Beim reinen Konkurrenzprinzip gibt es nur für einen der beiden Kontrahenten wirtschaftlichen Erfolg. Kooperation zahlt sich hingegen für beide positiv aus. Durch das Miteinander bisher konkurrierender Kräfte wird eine gemeinsame Wertschöpfung erzielt, beide Partner gewinnen. Die Produktivität wird gesteigert, Frusterlebnisse vermieden und Ressourcen gemeinsam gewinnbringend genutzt. Robert Römer greift hier auf Beispiele in der Evolutionsbiologie zurück.
Miteinander statt Gegeneinander setzt Kommunikation voraus. "Kommunikation ist die Prämisse eines friedfertigen Umgangs. Kooperation löst keine Konflikte, sie macht sie aber menschlicher", sagt Robert Römer. Die drei Basics der Kooperation sind Transparenz, Nutzen und Vertrauen. "Fehlt nur ein Basic, ist Kooperation nicht möglich." Indem Konkurrenten als Team auftreten, werden gegensätzliche Perspektiven verknüpft. So wird aus einem Vorteil für einen ein Gewinn für beide. Bleibt es beim Konkurrenzprinzip, gibt es immer Sieger und Verlierer. Eine Niederlage bedeutet Imageverlust und eine mögliche Existenzgefährdung. Aus der Kooperation erwächst beiderseitiger Nutzen, Kraft und Lebensfreude und vor allem Vertrauen. "Um Vertrauen zu schaffen, muß der andere wissen, was wir denken. Nur so entsteht eine gleiche Ebene", ergänzt Marianne Sobania. Wir bedanken uns bei Marianne Sobania und Robert Römer für ihren ungewöhnlichen und sehr aufschlußreichen Vortrag über die 3 Basics der Kooperation. Wer mehr erfahren möchte geht ins Internet unter der Webadresse www.anw1.de
Bergischer Gründerstammtisch
8. Mai 2008
Stammtisch: "Persönliche Selbstmotivation"
Menschen brauchen Ziele im Leben. Wer keine Ziele hat, kann sich nur schwer motivieren. Sie sind wichtig, um eine Motivation auszulösen. Coach und Wellness-Trainer Stefan Alexander Kemper stellt in seinem Vortrag beim Bergischen Gründerstammtisch das Thema "Persönliche Selbstmotivation" vor.
Grundsätzlich entwickelt jeder Mensch seinen persönlichen Lebensplan, der in der Regel mit einem beruflichen Ziel verknüpft ist. Ein Ablaufplan und Zwischenstationen markieren Teilschritte zum Ziel. Optimismus und Selbstvertrauen bestimmen das Handeln. Nach dem Modell der "Bedürfnispyramide" von Abraham Maslow werden menschliche Bedürfnisse in fünf Hierarchieebenen eingeteilt. Sie bauen einander auf und sind zwingend abhängig zueinander. Jeder Mensch hat Grundbedürfnisse (Beispiel Nahrung), das Bedürfnis nach Sicherheit und Schutz, Kontakt sowie die Selbstfindung beziehungsweise Selbstverwirklichung.
"Wenn ich weiß, wo ich hin will, schalte ich mein Unterbewußtsein ein", sagt Stefan Kemper. Das Setzen eines Zieles sei nur zu einem Anteil von zehn Prozent im Bewußtsein präsent. Das Unterbewußtsein verarbeitet die übrigen 90 Prozent. Vielen Menschen sind die eigenen Fähigkeiten kaum bewußt. Sie werden eher bei anderen erkannt, denen oft mehr zugetraut wird, festgelegte Ziele zu erreichen als sich selbst.
"Fixieren Sie ihre Ziele schriftlich und nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Setzen Sie Prioritäten, drei feste Ziele sind genug", so Stefan Kemper. "Nutzen Sie die Chancen von Teams und organisieren Sie sich in Netzwerken." Visualisieren hilft, mit schwierigen Situationen fertig zu werden. Ein bevorstehendes unangenehmes Gespräch mit dem Chef oder der Chefin kann in Gedanken bereits entworfen werden. Dabei ist es wichtig, realistisch zu bleiben und sich in der Phantasie Machbares vorzustellen. Jeder Mensch ist fähig, Gefühle zu ankern. Vertraute Gerüche, Klänge oder Bilder verbinden wir mit bestimmten Gefühlen und vergangenen Erlebnissen. Das kann beim Thema Selbstmotivation gezielt genutzt werden. Methoden gibt es vom "Circle of Excellence" über "VAKOG" hin zu weiteren Anleitungen. Stefan Kemper empfiehlt das Motto des Kabarett-Duos "Missfits": "Wenne weiß watte wills, musse machen datte hinkomms."
Wir bedanken uns bei Stefan Kemper für seinen erfrischenden Vortrag. Weitere Fragen zum Thema beantwortet er gerne unter der Email-Adresse info©kemper-coaching.de. Besuchen Sie auch die Homepage www.kemper-coaching.de
KONGRESS
25. April 2008
"Bergischer Networking Kongress in Kooperation mit der W-tec"
Der Unternehmensbuilder e. V. und das Technologiezentrum Wuppertal haben in Kooperation den ersten bergischen Netzwerk Kongress ausgerichtet. Es war das erklärte Ziel der Veranstaltung, regionale Netzwerke miteinander zu vernetzen.
Nach der Begrüßung hielten Dr. Martin Hebler, Geschäftsführer der W-tec und Christa Beckers, Vorstand des Unternehmensbuilder e.V. zwei Vorträge zum Thema "Networking". Im Anschluß stellte Bertram Simon, 1. Vorsitzende des Unternehmensbuilder e. V. die teilnehmenden Netzwerke vor. In den darauffolgenden zwei Stunden hatten die über 80 Teilnehmer viele Gelegenheiten zum Smalltalk und Networking. Der Kongress wurde vom Bergischen Wirtschaftsblatt begleitet, welches in der kommenden Ausgabe den Unternehmensbuilder e. V. ausführlich portraitieren wird. Liste der vertretenden Netzwerke:
- 35W FILMINITIATIVE WUPPERTAL
- Automotive-Stammtisch
- Bergischer Einzelhandels- und Dienstleisterverband e. V.
- bizeps
- Christen in der Wirtschaft e. V.
- Designer Stammtisch Wuppertal
- networker NRW e. V. - Regionalforum Bergisches Land
- Technologiezentrum Wuppertal
- Unternehmensbuilder e. V.
- Unternehmer/innen für die Nordstadt e. V.
- Unternehmerinnen-Netzwerk Ariadne
- VDE - Verband der Elektrotechnik
- VDI - Verein deutscher Ingenieure
- Weiberwirtschaft Remscheid
- Wirtschaftsjunioren Wuppertal
- Wuppertal aktiv
- Wuppertaler Linux Usergroup e. V.
- XING - Bergisches Land Network
Bergischer Gründerstammtisch
10. April 2008
Stammtisch: "Das Bankgespräch: Darauf kommt´s an! - Wie vermeide ich die häufigsten Mankos beim Bankgespräch?"
Die Gewerbeanmeldung ist erledigt und das junge Unternehmen läuft dank Eigenkapital sehr gut. Davon träumen wohl alle Existenzgründer! Doch in der Regel führt der erste Weg zur Bank. Wie komme ich an Geld, wie gehe ich mit meiner Bank um? Carsten Meyer, einer von vier Existenzgründungsberatern der Sparkasse Wuppertal, klärte die Teilnehmer des Bergischen Gründerstammtisches auf. Das Thema: "Das Bankgespräch - Miteinander verstehen!" "Nehmen Sie sich mindestens zwei Stunden Zeit für das Bankgespräch," empfiehlt Carsten Meyer. Die "Chemie" zwischen Berater und Existenzgründer müsse stimmen. Mitentscheidend für ein gutes Gespräch ist eine strukturierte Zusammenfassung des Businesskonzepts. "Das Konzept muß substantiell sein, neben positiven Aspekten sollten auch Problempunkte genannt werden." Erfahrungsgemäß müssen viele Vorstellungen des Geschäftskonzepts auf Grund der Eindrücke des Gespräches revidiert werden. Neben einem stichhaltigen Konzept ist für Carsten Meyer die Unternehmerpersönlichkeit wichtig: "Die Person muß überzeugen." Die Kreditvergabe ist der Knackpunkt im Dialog zwischen Berater und Jungunternehmer. Das Ausfallrisiko ist für die Bank relevant. Der Bank entstehen u.a. Fixkosten wie Arbeitsstunden und Arbeitsmaterial. Der Aufwand und die damit verbundenen festen Kosten sind sowohl bei einem Klein- als auch beim Großkredit identisch. Das Risiko für die Bank ist aber bei Existenzgründern höher als bei der Kreditgewährung für etablierte und größere Firmen. Carsten Meyer: "Fragen Sie ihre Bank, ob Sie öffentliche Mittel in Anspruch nehmen können." Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gibt maximal 50000 Euro bis drei Jahre nach der Gründung. Jeder Bankkunde unterliegt den Kriterien des sogenannten Rating. Wird zum Beispiel ein Konto länger als 90 Tage überzogen, gilt es als verlorener Kredit."Halten Sie immer Ihr Konto in Ordnung", rät Carsten Meyer. Ehrlichkeit im Gespräch ist eine wesentliche Prämisse, um Vertrauen zu schaffen. Ferner sollten Fachbegriffe vermieden werden, um Mißverständnissen vorzubeugen. Existenzgründer dürfen die sogenannten weichen Faktoren nicht unterschätzen. Dazu zählt in jedem Fall die Persönlichkeit des Kreditnehmers. Die Konditionen eines möglichen Kredits gehören niemals an den Anfang der Unterredung. "Als Existenzgründungsberater sind wir immer die Feuerwehr und für Sie da, wenn es Probleme gibt", sagt Carsten Meyer zum Abschluß. Wir sagen herzlichen Dank für den detaillierten Vortrag. Weitere Fragen zum Kreditgespräch beantwortet Carsten Meyer unter seiner Email-Adresse Carsten.Meyer©Sparkasse-Wuppertal.de oder telefonisch unter der Rufnummer 0202/488-5620.
Bergischer Gründerstammtisch
13. März 2008
Stammtisch: "Preismanagement - Wie verkaufe ich mehr und zu höheren Preisen?"
Angebot und Nachfrage regeln in der sogenannten freien Marktwirtschaft den Preis für ein Produkt oder für eine Dienstleistung. Ziel jedes Unternehmers ist, möglichst viel zum höchstmöglichen Preis zu verkaufen. "Wie verkaufe ich mehr und zu höheren Preisen?" lautete das Thema des Bergischen Gründerstammtisches. Unter dem Aspekt des Preismanagements stellte Diplom-Volkswirt Thomas Thier Strategien vor. Preismanagement berührt die Frage der Einzigartigkeit im Wettbewerb, den Zusammenhang von Kunden und deren Bereitschaft zu zahlen. Verschiedene Preisinstrumente und die Preis-Frage im Verkaufsgespräch zählen dazu. Preise sind wichtig, weil sie unmittelbare Auswirkungen auf das Ergebnis haben. "Eine Preissenkung von einem Euro bedeutet einen Euro Minderergebnis an Umsatzrendite. Das summiert sich entsprechend bei jedem weiteren Prozent einer Preissenkung", so Thomas Thier. Wie kommt Preisdruck zustande? Bei starkem Wettbewerb fehlt es an Abgrenzung zur Konkurrenz, oder dem Unternehmen mangelt es an Einzigartigkeit. Zum einen diktieren "mächtige Kunden" durch ihre Marktposition den Preis, zum anderen gibt es nur eine geringe Kundenbindung. Die Konsequenz: Nicht besser zu sein als die Konkurrenz, sondern einzigartig zu sein. Ein "Wettrennen" mit der Konkurrenz um den günstigsten Preis bedeutet Preiskrieg. "Eröffnen Sie ein neues, ein völlig anderes Rennen", empfiehlt Thomas Thier. Es gilt die Austauschbarkeit der eigenen Leistung zu verhindern, um unvergleichbar zu werden. Deshalb sollte jeder Unternehmer die Kaufgünde seiner Kunden kennen. Jede Branche bietet die Chance und Möglichkeiten, sich von den Mitbewerbern abzugrenzen und wesentlich zu unterscheiden.So gilt es, sich mehr um die Wahrnehmung des Kunden als um das Produkt zu kümmern. Der Kunde erwartet die Lösung eines spezifischen Problems oder er verbindet damit "angenehme Gefühle". Thomas Thier bringt das auf die einfache Formel. "Geld verdient langfristig nur, wer seine Kunden kennt!"
Preissenkungen führen zu einem anhaltenden Ertragseinbruch und einer Preisspirale nach unten. Als Folge droht eine andauernde Preiserosion mit den entsprechenden Umsatzverlusten. Das scheinbar einfachste und wirksamste Mittel, mehr Geld zu verdienen ist - mehr Kunden, höhere Preise. Ein Beispiel für differierende Preise ist der Schlüsseldienst am Wochenende. Im Notfall ist der Kunde bereit, für diese Dienstleistung wesentlich mehr zu bezahlen als zu den üblichen Geschäftszeiten. Gleiches gilt für eine beliebte Sportveranstaltung, da die Kapazität einer Halle oder eines Stadions begrenzt ist und das Ereignis einmalig zu einem festgelegten Zeitpunkt stattfindet. Das Kapitel Preisinstrumente basiert auf der optimalen Preisstruktur, zu der ein Kunde bereit ist, für ein Produkt einen Preis zu zahlen, der ihm günstig erscheint und ihm einen Nutzen verspricht. Im Verkaufsgespräch sollte die Frage nach dem Preis stets verschoben werden. Erst zuhören und verstehen: Was will der Kunde überhaupt? "Diskutieren Sie nicht über den Preis, sondern die Preisdifferenz", meint Thomas Thier.
Wir bedanken uns bei Thomas Thier für seinen aufschlußreichen Vortrag und seine wertvollen Tips aus der Praxis als selbständiger Berater für mittelständische Unternehmer. Noch offene Fragen zum Thema des Abends beantwortet Thomas Thier gerne unter der E-Mail-Adresse thomasthier©iib.ws
MITGLIEDERVERSAMMLUNG
12. März 2008
Die nachfolgende Tagesordnungordnung wurde erwartungsgemäß angenommen:
- Begrüßung der Anwesenden und Eröffnung der Versammlung
- Ernennung eines Protokollführers
- Bericht des Vorstandes
- Feststellung der Anzahl der stimmberechtigten Teilnehmer
- Feststellung der Beschlussfähigkeit
- Genehmigung der Tagesordnung
- Änderung und Ergänzung der Vereinssatzung ***
- Verschiedenes
*** Folgende Vorschläge zur Änderung bzw. Ergänzung der Vereinssatzung betreffen die Paragraphen 1, 7, 8 und 10 der Satzung:
§ 1 - Name, Sitz
Der Verein führt den Namen Unternehmensbuilder und soll in das Vereinsregister eingetragen werden; nach der Eintragung führt er den Zusatz "e.V.". ...
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Soll lauten:
Der Verein führt den Namen Unternehmensbuilder und ist in das Vereinsregister mit der Registernummer VR 4025 eingetragen; er führt den Zusatz "e.V.". ...
§ 7 - Rechte und Pflichten der Mitglieder Alle ordentlichen Mitglieder haben in der Mitgliederversammlung gleiches Rede- und Stimmrecht. Das Stimmrecht ist nicht übertragbar und kann nur in Anwesenheit ausgeübt werden. ...
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Soll lauten:
Alle ordentlichen Mitglieder haben in der Mitgliederversammlung gleiches Rede- und Stimmrecht. Das Stimmrecht ist übertragbar. ...
§ 8 - Vorstand
Der Vorstand des Vereins besteht aus 4 Personen, nämlich dem 1. Vorsitzenden, dem 2. Vorsitzenden, dem Schriftführer und dem Schatzmeister.
Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch zwei Mitglieder des Vorstands, darunter der 1. Vorsitzende oder der 2. Vorsitzende, vertreten. ...
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Soll lauten:
Der Vorstand des Vereins besteht aus 4 Personen, nämlich dem 1. Vorsitzenden, dem 2. Vorsitzenden, dem Schriftführer und dem Schatzmeister.
Jedes Vorstandmitglied ist einzelvertretungsberechtigt. ...
§ 10 - Amtsdauer und Wahl des Vorstands
Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren, vom Tage der Wahl an gerechnet, gewählt; er bleibt jedoch bis zur Neuwahl des Vorstands im Amt. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln zu wählen. Wählbar sind nur Vereinsmitglieder.
Scheidet ein Vorstandsmitglied während der Amtsperiode aus, so wählt der Vorstand ein Ersatzmitglied für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen.
Die Mitglieder des Vorstands werden von der Mitgliederversammlung in offener oder auf Antrag in geheimer Wahl gewählt. Gewählt sind die Personen, auf die die meisten Stimmen entfallen.
Der Vorstand bestimmt aus seiner Mitte den ersten und den zweiten Vorsitzenden.
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Soll ergänzt werden mit:
Eine Wiederwahl ist möglich.
Bergischer Gründerstammtisch
14. Februar 2008
Stammtisch: "GDPdU - Regeln zur Aufbewahrung digitaler Unterlagen und Mitwirkungspflicht bei Betriebsprüfungen!"
Datensicherheit und die Aufbewahrung digitaler Unterlagen sind wichtiger denn je! Betroffen sind große wie kleine Betriebe. Doch nicht jedes Unternehmen ist auf dem aktuellen Stand. Dipl.- Ing. Thomas Eckert als Referent des Gründerstammtisches weiß, worauf es ankommt. Das Thema: GDPdU - Regeln zur Aufbewahrung digitaler Unterlagen und die Mitwirkungspflicht bei Betriebsprüfungen!
"Immer mehr Firmen werden elektronisch geprüft", sagt Thomas Eckert. Das Finanzamt fordere zunehmend die elektronische Steuerprüfung ein. Viele kleine wie große Unternehmen seien darauf noch immer nicht richtig vorbereitet.
Zu den gesetzlichen Regelungen in puncto Unternehmenssicherheit zählen neben diversen Bundesgesetzen die Grundsätze für die Anwendung der Regelungen zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (= GDPdU). Laut GDPdU ist jedes Unternehmen verpflichtet, relevante Geschäftsunterlagen in digitaler Form sechs bis zehn Jahre aufzubewahren. Die GDPdU verpflichtet zur "Datenträgerüberlassung", so der amtliche Sprachgebrauch. Der Steuerprüfer des Finanzamtes erhält alle steuerrelevanten Daten auf einem maschinell verwertbaren Datenträger (sogenannte Z3-Norm). Zum Inhalt gehören alle kaufmännischen Vorgänge per E-Mail und kaufmännische Begleitschreiben in E-Mails.
"Die Mitarbeiter des Finanzamtes sind hervorragend geschult und fit", versichert Thomas Eckert. Der Experte empfiehlt, E-Mails in "unverfälschbarer" Form. d.h. revisionssicher, zu speichern. Ferner sollten alle E-Mails nach Empfänger, Absender und/oder Schlüsselwörtern recherchierbar sein. "Im Streitfall müssen Sie beweisen können, wann und mit welchem Inhalt eine Mail gesendet wurde und ob sie beim Empfänger angekommen ist", so Thomas Eckert.
Wir bedanken uns bei Thomas Eckert für seine nachvollziehbare Darstellung eines in der Praxis komplexen Sachverhalts. Weitere Informationen gibt es wie gewohnt auf der Homepage mit der Adresse www.drqm.de und per E-Mail unter info©drqm.de
11. Januar 2008
Seminar: "Die Künstlersozialkasse - Risiko auch für Ihr Unternehmen?"
Referent: Dietmar Heilmann von Heilmann, Conrad Partner - Wirtschaftsberatung, Steuerberatung
Kennen Sie die Künstlersozialkasse
Nein?
Ist sie Ihnen egal?
Ja? Das sollte sie aber nicht, auch wenn die Künstlersozialkasse in den über 20 Jahren ihrer Existenz weitgehend unbeachtet geblieben ist. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Künstlersozialkasse (KSK) eine kleine Organisation ist, die nur einen kleinen Personalstamm hat, um ihre Rechte durchzusetzen. Dies hat sich mit Wirkung vom 1. Juli 2007 grundlegend geändert. Seitdem hat die Deutsche Rentenversicherung (ehemals BFA und LVA) die Prüfung der Abgabepflicht für die KSK übernommen und prüft im Rahmen der regelmäßigen Betriebsprüfungen, ob und in welcher Höhe Unternehmen oder Freiberufler der Abgabepflicht nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz unterliegen. Hinzu kommen systematische Anschreibeaktionen an sämtliche Unternehmen in mehreren Perioden. Im Prinzip ist jedes Unternehmen davon betroffen! Wer zahlt?
Die Künstlersozialkasse bietet seit 1983 Künstlern und Publizisten die Möglichkeit sich gegen Krankheitskosten, Pflegekosten und für das Alter zu versichern. Die Beiträge kommen aus drei Bereichen. Alle Künstler und Publizisten, die Mitglied sind, zahlen, der Bund zahlt einen jährlichen Zuschuß und sämtliche Unternehmen, die Leistungen von selbständigen Publizisten und Künstlern in Anspruch nehmen, sind abgabepflichtig. Wie hoch ist der Abgabesatz für Unternehmen, die Dienstleistungen in Anspruch nehmen?
Für das Jahr 2007 beträgt der Abgabesatz 5,1%. Sämtliche Zahlungen, die ein abgabepflichtiges Unternehmen im Laufe eines Jahres an selbständige Künstler und Publizisten leistet, werden aufsummiert und mit der Jahresmeldung abgerechnet. Wie ist das Verfahren?
Unternehmen, die Leistungen von selbständigen Künstlern und Publizisten in Anspruch nehmen, müssen von sich aus bis zum 31. März des jeweiligen Folgejahres eine Meldung an die Künstlersozialkasse machen. Was hat ein Ausbleiben der Meldung zur Folge?
Die Beiträge werden für mindestens fünf Jahre nacherhoben. Ist die Meldung bewusst nicht erfolgt, so muss unter Umständen mit einer weitergehenden rückwirkenden Inanspruchnahme gerechnet werden, zu der noch ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro hinzukommt. Wer ist von ihr betroffen?
Meldepflichtig und abgabepflichtig können Sie oder Ihr Unternehmen sein, weil Sie selber als kreativer Dienstleister tätig sind oder aber weil Sie die Dienstleistungen etwa einer Werbeagentur oder eines Design-Büros in Anspruch genommen haben. Es reicht aus, wenn Sie einmal pro Jahr Dienstleistungen wie beispielsweise die Erstellung einer Internetseite oder eines Verkaufsprospekts in Auftrag geben, um abgabepflichtig zu sein. Weitere gesetzliche Zuordnungen, unterschiedliche Verjährungsfristen und noch ausstehende Gerichtsurteile verkomplizieren die Sache zudem. Wenn Sie Ihren Pflichten nicht nachkommen, können Ihnen erhebliche Nachforderungen und ein Bußgeld bis zu 50.000 Euro drohen. Wurden Sie schon angeschrieben?
Auch wenn dies nicht der Fall ist, sollten Sie handeln, damit mögliche versäumte Meldungen nicht zu einem Bumerang für Sie werden. Aus unserer langjährigen Praxis haben wir die Erfahrung sammeln können, wie Sie mit den Ansprüchen der KSK umgehen können. Ein Ausbleiben der Reaktion auf Anforderungen und Anschreiben kann gravierende, ja sogar existenzgefährdende Folgen haben.
Bergischer Gründerstammtisch
10. Januar 2008
Stammtisch: "Franchising als Vertriebsform"
Franchising schafft Arbeitsplätze. In Deutschland gibt es mittlerweile 870 Franchise-Systeme mit annähernd 50000 Franchise-Nehmern, die 421000 Menschen Jobs bieten. Eine Branche mit Zukunft, wie Beate Winklewsky beim Bergischen Gründerstammtisch zum Thema "Franchising als Vertriebsform" feststellt. Seit fünf Jahren betreibt die selbständige Unternehmerin das "ModeMobil". Aktuell sind bundesweit zwölf Franchisenehmer mit der "Boutique auf Rädern" unterwegs. "Ich wollte schon damals diese Geschäftsidee als Franchising weitergeben", berichtet Beate Winklewsky. Unter dem Motto "Mode, die zu Ihnen kommt" fährt sie und ihre Franchisenehmer Seniorenheime an, um dort aktuelle Mode für Damen und Herren vorzustellen. An Wettbewerbern mangelt es nicht. Etwa 500 Modemobile steuern Alteneinrictungen in Deutschland an. "ModeMobil hat ein anderes Konzept als die Konkurrenz. Wir haben die größere Kompetenz und treten mit Franchisepartnern auf.", so die Franchisegeberin. Das Franchising-Konzept sieht vor, dass alle ModeMobil-Autos die gleiche Farbe, die gleiche Aufschrift und Hängevorrichtung im Wageninneren haben müssen. Die Werbung und Werbemittel sind bei allen Franchisenehmern identisch.Gleiches gilt für die Waren und das gesamte Sortiment. Bis auf vereinbarte vertragliche Freiheiten ist der Katalog verbindlich für alle Vertragspartner. Zu den Pflichten zählt das Tragen der Kleidung aus der Kollektion von Kopf bis Fuss. Genaue Vorgaben gibt es bei der Software für die Buchhaltung, so dass vom Wareneinkauf bis zur Kostenerfassung das gesamte Finanzwesen den Franchisenehmern vorgegeben wird. Der Vertragsnehmer zahlt eine Eintrittsgebühr und Gebühren vom Umsatzvolumen. Interessenten können sich gegen einen Obolus von 3000,- Euro mit dem Geschäftsmodell als Praktikanten vertraut machen. Angefangen hat Beate Winklewsky mit je einem Paar Schuhe für Damen und Herren. Das Angebot ist nach und nach erweitert worden. Jetzt werden Altenheime und Einrichtungen für betreutes Wohnen im Frühjahr und zur Herbstsaison angefahren. Den Vertragspartnern wird ein fertiges Bankpaket inklusive Businessplan geboten. Die einheitliche Software wird durch Kostenbeteiligung weitergegeben. Rabatte bis zu 30 Prozent auf den Einkaufspreis werden beim Autokauf vermittelt. "Schließlich muss der Franchisenehmer einen Vorteil durch die Kooperation haben", erklärt Beate Winklewsky. Der Name "ModeMobil" ist rechtlich geschützt. Es sei wichtig, alle Details vertraglich zu regeln. Zudem müssen die Vertragsnehmer ihre Umsatzzahlen regelmäßig vorlegen, um gegebenenfalls nachzufragen, wo es hakt. Potentielle Interessenten müssen sich auf Kaltaquise einstellen, kontaktfähig sein und insbesondere Zugang zur Kundschaft des Modemobils aufbauen können. Wir bedanken uns sehr herzlich bei Beate Winklewsky für ihren sachkundigen und sehr anschaulichen Vortrag. Infos gibt es auf der Homepage www.modemobil.de und unter der Emailadresse info©modemobil.de.