Unsere bisherigen Treffen in 2009
Bergischer Gründerstammtisch
4. Dezember 2009
Stammtisch: "Weihnachtsparty mit Wii-Sportspiele"
Existenzgründer und (Jung)-UnternehmerInnen sind in unterschiedlichen Branchen aktiv. Daß sie auch gerne spielen, bewiesen die Gäste des letzten Stammtisches bei der Weihnachtsparty im Technologiezentrum W-Tec. An diversen Wii-Spielekonsolen entdeckte so mancher Teilnehmer spielerisch bislang unbekannte Fähigkeiten.
Die Mitglieder des Vereins "Unternehmensbuilder" und die Gäste des Bergischen Gründerstammtisches wünschen ein erfolgreiches, gesundes und glückliches Jahr 2010.
Bergischer Gründerstammtisch
12. November 2009
Stammtisch: "Offener Gründerstammtisch - Kooperationen und Netzwerke"
Netzwerke schaffen Verbindungen. Existenzgründer und (Jung)-Unternehmer wissen das zu schätzen. Sie fördern den Austausch mit Geschäftspartnern, vermitteln Informationen, stärken das Selbstwertgefühl und den Erfolg des eigenen Geschäftsmodells. Beim Gründerstammtisch in der Uni diskutierten Mitglieder des "Unternehmensbuilder e.V." und zahlreiche Gäste die Themen Kooperation und Netzwerke.
Unterschiedliche Erfahrungen bestimmen die Diskussionsrunde. Rechtsanwalt Martin Haas aus Remscheid schätzt die Zusammenarbeit mit einem freiberuflichen Anwalt in der gemeinsamen Anwaltskanzlei. Beide haben einen eigenen Mandantenstamm und vertreten verschiedene Rechtsgebiete. "Ich wollte mich mit einem Anwaltskollegen zusammenschließen, weil ich nicht alles kann", so Martin Haas.
Personalberaterin Silke Hollweg hat sich wieder von einer Geschäftspartnerin getrennt. Auf Grund der losen Kooperation habe kein wirklicher Austausch stattgefunden. "Ich fühle mich jetzt selbständiger und unabhängiger." Beate Kreis, Unternehmensberaterin im Gründer- und Technologiezentrum Solingen, befürwortet Kooperationen, um "...unterschiedliche Kompetenzen zu bündeln und gemeinsame Schnittstellen zu finden." Christa Beckers von "Organisation im Büro (OIB)" in Remscheid hält Kooperation für sinnvoll, es sei aber "...nicht einfach Kompetenzen miteinander abzustimmen." Auf eine 25 Jahre währende Bürogemeinschaft blickt der Wuppertaler Steuerberater Stephan Behrens zurück. Der diplomierte Kaufmann strebt nach der Trennung erneut eine Sozietät mit einem Fachkollegen an, "...weil fachlicher Austausch wichtig ist."
Den Austausch in diversen Netzwerken pflegen alle Teilnehmer der Diskussionsrunde. Martin Haas führt über das Internetportal "Xing" regen Fachaustausch mit fast 100 Anwaltskollegen in Deutschland. Die Kommunikation findet in einem geschlossenen Bereich statt, der von außen nicht sichtbar ist. Stephan Behrens ergänzt, daß es als Einzelkämpfer zunehmend schwieriger werde, sich zu behaupten. Seine Schlußbemerkung ist der Leitsatz des Abends: "Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei, nur gemeinsam sind wir stark."
Herzlichen Dank an alle Teilnehmer der Stammtischrunde für ihre sachkundigen und informativen Gesprächsbeiträge. Mehr Informationen zu diesem Gründerstammtisch gibt es unter der Email-Adresse des "Unternehmensbuilder e.V.": info©unternehmensbuilder.de
Bergischer Gründerstammtisch
15. Oktober 2009
Stammtisch: "Allgemeine Geschäftsbedingungen - (K)ein Buch mit sieben Siegeln?"
Niemand liest sie, doch jedes Unternehmen hat sie - die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, kurz AGB genannt. Was sind AGB und wozu werden sie gebraucht? Rechtsanwalt Martin Haas aus Remscheid klärte beim Gründerstammtisch in der Uni auf. Sein Thema: "Allgemeine Geschäftsbedingungen - (K)ein Buch mit sieben Siegeln?"
Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) definiert die AGB im § 305: "Allgemeine Geschäftsbedingungen sind alle für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierten Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei (Verwender) der anderen Vertragspartei bei Abschluss eines Vertrags stellt." Allerdings sind AGB nicht standardisiert und weichen meist von Betrieb zu Betrieb ab. "Die AGB sind wie das Weltall, nämlich unendlich groß und entsprechen unendlich vielen Fußballfeldern", meint Martin Haas im übertragenen Sinne. Die Geschäftsbedingungen müssen schriftlich fixiert im Vertragstext oder auf einem Extrablatt einsehbar sein. In einem Geschäftsraum sind sie per Aushang bekanntzugeben. Nicht erforderlich ist eine formelle Bestätigung durch Unterschriften von Kunde und Anbieter.
AGB braucht, wer regelmäßig gleichartige Verträge schließt, um Produkte oder Dienstleistungen anzubieten. Entsprechendes gilt für den, der ankauft oder bestellt. Nicht erlaubt sind mehrdeutige Klauseln. Das sind zum Beispiel Bestimmungen, mit denen man nicht zu rechnen hat oder der Ausschluß jeglicher Haftung. Grundsätzlich bindend ist die individuelle Abrede zwischen Kunde und Anbieter. "Der Vertragstext gilt, das individuell ausgehandelte ist wirksam", erklärt Martin Haas. In den AGB sind Klauseln unwirksam, wenn ein Vertragspartner nach den Grundsätzen von Treu und Glauben Nachteile hat.
Bei Onlinegeschäften ist allein der Hinweis zu den AGB unzureichend. Ein potentieller Kunde muß diese ausdrücklich bestätigen, indem er etwa ein entsprechend gekennzeichnetes Kontrollkästchen anklicken kann. "Vorsicht ist bei intransparenten Klauseln geboten, die der Vertragspartner nicht versteht. "Schreiben Sie niemals bei der Konkurrenz ab, deren AGB können veraltet sein", empfiehlt Martin Haas. " In Zweifelsfällen nehmen Sie besser professionelle Hilfe in Anspruch!"
Herzlichen Dank an Martin Haas, der ein vermeintlich staubtrockenes Thema sehr anschaulich und lebhaft vorgetragen hat. Weiterführende Informationen gibt es unter www.anwalt-haas.de und unter der Email-Adresse kanzlei©anwalt-haas.de.
Bergischer Gründerstammtisch
10. September 2009
Stammtisch: "Planung von Messeauftritten"
Messen sind Schaufenster für neue Technologien, Produkte und Dienstleistungen. Sie sind ein wichtiges Marketinginstrument. Diplomingenieur Michael J. Immecke vom Planungsbüro Immecke & Immecke in Wuppertal berichtete über Chancen, Vorbereitung und Kosten eines Messeauftritts für Existenzgründer.
"Messebesucher wollen Neuheiten sehen und Geschäftskontakte herstellen", sagt Innenarchitekt Michael J. Immecke. Eine Messepräsentation kann sich zur Aquise neuer Kunden lohnen. Ein gelungener Messeauftritt muß gut durchdacht und lange vor dem Termin vorbereitet sein. "Planen Sie frühzeitig und seien Sie flexibel bei der Standgröße. Es ist oft besser eine kleinere Fläche auszuwählen, wenn sie vorteilhaft in der Halle gelegen ist", rät Michael J. Immecke. Es biete sich an, Preisrabatte auszuhandeln, wenn die Messe nicht so gut ausgelastet sei.
Die Lage des Messestandes kann entscheidend sein für das Interesse des Publikums. Grundsätzlich ist ein Reihenstand attraktiver als ein Eckstand. Der ist günstiger im Vergleich zum Kopfstand. Ein Kopfstand wiederum zieht erfahrungsgemäß mehr Gäste an als ein mittig angeordneter Inselstand. Alternativ bietet sich ein gemeinsamer Messestand mit anderen Messeteilnehmern an. Je nach Finanzlage gibt es vom gängigen Systemmodell bis zum maßgefertigten individuell angepaßten Stand verschiedene Standbauweisen zur Auswahl.
Eine Frage des Geldes und des Bedarfs ist die Ausstattung mit Küche, Büro, Empfang und Catering. Das Erscheinungsbild des Messestandes ist wichtig. "Durch Unterscheidung wird man wahrgenommen", so Michael J. Immecke. Was kostet ein Messeauftritt? Realistisch sind 8000 bis 10000 Euro, bei einem minimalen Budget 2500 bis 3000 Euro. Die Grundflächenpreise eines Standes variieren von 80 bis zu 350 Euro je Quadratmeter. Hinzu kommen Pflichtleistungen für den Ausstellerausweis und den Katalogeintrag. Strom- und Wasseranschluß, Internet oder weitere technische Serviceleistungen des Veranstalters erhöhen die Gesamtkosten. Wie bei allen Verträgen gilt: Auf das Kleingedruckte achten!
Herzlichen Dank an Michael J. Immecke für seinen informativen und spannenden Einblick ins Messegeschäft. Weiterfühende Informationen zum Thema verschafft ein Mausklick auf die Homepage www.immecke.de. Unter der E-Mailadresse michael©immecke.de ist der Referent persönlich zu erreichen.
Bergischer Gründerstammtisch
13. August 2009
Stammtisch: "Geschäftliche Briefe und E-Mails - Wie Sie mit Ihrer täglichen Korrespondenz gut ankommen."
Die neue Rechtschreibreform sollte die deutsche Sprache einfacher, klarer und verständlicher machen. Doch die neuen Regeln verwirren und irritieren viele Anwender. Jeder schreibt nun, wie er oder sie es für richtig hält. Beim Gestalten und Verfassen von geschäftlichen Briefen und E-Mails gelten dagegen klare Regeln. Die freiberufliche Texterin und Trainerin in Sachen schriftliche Kommunikation, Rita Herweg, M.A., klärte beim Bergischen Gründerstammtisch über die aktuellen Schreibetiketten auf.
DIN-Norm 5008 legt Anrede, Anschrift, Betreff etc. und die entsprechenden Leerzeilen fest. "Das ist seit Jahrzehnten normiert und genau festgelegt", sagt Rita Herweg zum Aufbau eines Briefes. Ein falsch geschriebener Name und andere Fehler im Brief bewirken weniger Interesse des Inhalts beim Leser. Das Auge erfaßt den ersten und den letzten Satz. Der Empfänger des Briefes erfährt hier, was der Absender will. "Der erste Eindruck entscheidet, der letzte Eindruck bleibt haften", so Rita Herweg.
Floskeln und Phrasen wecken kein Interesse. Statt "bezugnehmend" ist es besser, den Brief mit einem persönlichen "Sie" zu beginnen. Damit gewinnt man den Empfänger für sich und die eigene Sache. Absätze strukturieren den Brief, weisen auf neue Gedankengänge hin und erleichtern die Lesbarkeit. Zum Schluß des Briefes muß klar sein, was der Absender vom Empfänger will. "Ich freue mich auf Ihren Auftrag" ist deutlicher und besser als ein beliebiger und belangloser Satz im Konjunktiv. Beispiel: "Ich würde mich freuen..." Eine direkte und aktive Sprache wird immer verstanden. "Schreiben Sie Hauptsätze mit maximal 12 bis 18 Wörtern und kurze Nebensätze mit maximal 10 Wörtern", empfiehlt Rita Herweg. "Schreiben Sie postiv und vermeiden Sie negative Wörter wie zum Beispiel leider, keine oder nicht."
Prinzipiell gelten die selben Regeln für die E-Mail. Sie ist ein Geschäftsbriefersatz. E-Mails sollten einen kurzen Text haben. In eine E-Mail gehört nichts Vertrauliches oder Intimes. Das bleibt dem Brief vorbehalten. Er gilt noch immer als wichtiger und höherrangiger als die eher flüchtige E-Mail. Um der gesetzlich vorgeschriebenen Informationspflicht nachzukommen, muß die E-Mail alle Kontaktdaten zum Unternehmen enthalten. Und die freundlichen Grüße zum Abschluß dürfen niemals fehlen.
Wir bedanken uns herzlich bei Rita Herweg für ihren Beitrag zum Gründerstammtisch. Weitere Informationen zum Thema gibt es bei der Homepage www.text-und-training.de. Per E-Mail ist Rita Herweg unter der Adresse mail©text-und-training.de zu erreichen.
Bergischer Gründerstammtisch
18. Juni 2009
Stammtisch: "Technische Neuheiten - Was erleichtert den Business-Alltag?"
Twittern ist in! Selbst Politiker schätzen das Medium Twitter, um vermeintliche Neuigkeiten unter das Wahlvolk zu bringen. Aktuell verschafft sich die iranische Opposition Gehör in der Weltöffentlichkeit. Mit der Kurznachricht für das Internet können bis zu 140 Zeichen als Textnachricht in Form einer SMS an sogenannte Follower versendet werden. Neben dieser technischen Innovation stellte Dirk Kolodziejczyk vom Unternehmen NETfinish aus Wuppertal weitere moderne Kommunikationsmittel vor. Den Vortrag zum Thema "Technische Neuheiten - Was erleichtert den Business-Alltag?" verfolgten zahlreiche Gäste beim Bergischen Gründerstammtisch.
Für den schnellen Zugang zum Internet empfiehlt der Experte UMTS. Gut für alle, die unterwegs ins weltweite Datennetz wollen. Passend dazu gibt es den EEE-PC. Das sind kleine, leichte und preisgünstige Netbooks für unterwegs. Als preiswerte Alternative für Geschäftsreisende bietet sich die Videokonferenz an. Über Zugangsdaten kann sich jeder Teilnehmer in einen virtuellen Konferenzraum einloggen. Das Medium kann für Präsentationen genutzt werden. Das spart Zeit und Geld. Beim Cloud Computing benötigt der Freiberufler keine eigenen Rechnerkapazitäten. Rechner (Hardware) und die gewünschte Software werden gemietet. Damit können eigene Server ins Netz gestellt werden, die über das Internet abrufbar sind. "Die Ressourcen lassen sich jederzeit erweitern", sagt Dirk Kolodziejczyk. Telefonieren im Internet ermöglicht VoIP (Voice over IP), das über Computernetzwerke funktioniert. Das virtuelle Telefon ist sehr flexibel, benötigt nur eine Infrastruktur und ist geeignet bei mehreren Standorten einer Firma. Computer Telephony Integration (CTI) ist ideal, um zum Beispiel aus MS-Outlook Telefonate zu führen, anzunehmen und wieder zu beenden. Mit der CTI-Software ist eine Anbindung der Telefonanlagen an eine Datenbank möglich.
Die Wiedergabe von Bildschirminhalten ist mit Screencast über den PC möglich. Digital erstellte Filme können zwecks Marketing eingespielt werden, um ein neues Produkt vorzustellen. Ein ähnliches Medium ist Podcast, mit dem Video- oder Audiodateien heruntergeladen werden können. Ein bekannter Podcastanbieter ist die Tagesschau. Weit verbreitet sind Mailinglisten und Newsletter. Beide Nachrichtendienste erreichen viele Empfänger. Neuigkeiten zu speziellen Themen bieten RSS Feeds, die Betreiber von Webseiten anbieten. Der Vorteil: RSS Feeds können in Newsletter integriert werden. Mitbewerber und Lieferanten sind stets mit ihrem aktuellen Angebot im Blickfeld. Menschen mit ausgeprägtem Mitteilungsbedürfnis schreiben sogenannte Posts zu einem Thema im Blog oder Weblog. "In der Regel werden Blogs moderiert, um Spams oder Mißbrauch zu vermeiden", so Dirk Kolodziejczyk.
Wir bedanken uns bei Dirk Kolodziejczyk, der moderne Kommunikationstechnik leicht und verständlich erklärt hat. Detaillierte Informationen zum Thema gibt es unter info©netfinish.de. Besuchen Sie die Homepage www.netfinish.de.
Bergischer Gründerstammtisch
14. Mai 2009
Stammtisch: "Finanzierung - Öffentliche Fördermittel für kleine und mittelständische Unternehmen"
Existenzgründer und neu gegründete Firmen benötigen in der Startphase und danach finanzielle Unterstützung. Wie findet man die für das eigene Unternehmen erforderliche Finanzierung ? Welche Fördermöglichkeiten sind möglich und wie kommt der (Jung)-Unternehmer an die Fördertöpfe? Betriebswirtin Beate Kreis sprach diese Fragen beim Bergischen Gründerstammtisch an.
Grundsätzlich gibt es Fördermittel vom Bund und den Bundesländern. Hauptförderer ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als Mittelstandsbank des Bundes, die kleine und mittlere Unternehmen, Gründer und Freiberufler anspricht. Die KfW vergibt auf Antrag durch die Hausbank zinslose Darlehen, Haftungsfreistellungen, Bürgschaften und Zuschüsse. Als Zuschüsse zählen Beratungskosten, Bildungsschecks und Umstrukturierungsmaßnahmen. Die Haftungsfreistellung ist ein besonderes Merkmal. Es bedeutet, daß die Hausbank des potentiellen Gründers beim zu vergebenden Kredit von einem Teil der Haftung befreit wird. Das übernimmt als Sicherheit die KfW. "Wer gefördert werden möchte, muß grundsätzlich vor der Existenzgründung einen Antrag bei der KfW über die Hausbank stellen", erklärt Beate Kreis. Es gilt das Hausbankprinzip. Sie ist der erste Ansprechpartner für den Neugründer. Die KfW sichert den möglichen Kredit mit ihrem Förderprogramm ab.
Beispiele aus der KfW-Förderung: Beim KfW-Unternehmerkredit können bis zu 500000 Euro für Investitionen beantragt werden. Außer der Haftungsfreistellung bis maximal fünfzig Prozent bleibt der Kredit bei einer Laufzeit von fünf Jahren ein Jahr tilgungsfrei. Alternativ gibt es bei einer Laufzeit von zehn Jahren zwei Jahre Tilgungsfreiheit. Der Unternehmerkredit ist mit anderen Fördermitteln kombinierbar. Das Programm Unternehmerkapital soll Eigenkapital vor beziehungsweise zur Gründung eines Betriebes bereitstellen und umfaßt Finanzmittel bis zu 500000 Euro. Wird weiter investiert, können bis drei Jahre nach der Existenzgründung weitere Kredite beantragt werden. Hier gilt eine hundertprozentige Haftungsfreistellung für die Hausbank. Zudem finanziert die KfW die Kosten zur Teilnahme an Messen, Werbung und das Erschließen neuer Märkte. Die Fördermittel der Länder sind teilweise an die KfW-Programme angelehnt oder regional ausgerichtet.
Beate Kreis empfiehlt, den Businessplan ständig zu hinterfragen, denn "...ein Plan geht niemals hundertprozentig auf." Der Businessplan sollte allgemein verständlich sein. "Banker sind Kaufleute und keine Spezialisten." Jeder Gründer müsse sich bewußt sein, daß die eingereichten Geschäftsunterlagen plausibel seien. Elementar sei ein sehr guter Kontakt zum Bankberater und Offenheit. Die KfW stimmt einem Kredit in der Regel zu, wenn die Hausbank das Vorhaben befürwortet. Existenzgründer sollten ausreichend Zeit zur Planung der Gründung und dem Finanzierungsbescheid der Bank kalkulieren. Übrigens gibt es in Deutschland die meisten Förderprogramme innerhalb der Staaten der Europäischen Union.
Wir bedanken uns bei Beate Kreis für ihren sachkundigen Vortrag. Informationen gibt es unter der Email-Adresse info©kreis-unternehmensberatung.de. Als Anhang zum Text kann die nachfolgende PDF-Datei angeklickt werden.
Bergischer Gründerstammtisch
09. April 2009
Stammtisch: "Stammtischteilnehmer stellen ihre Lieblingsbücher vor"
Unzählige Bücher, Broschüren und Webadressen im Internet vermitteln Tips für Existenzgründer, Selbständige und (Jung)Unternehmer. Stammtischteilnehmer stellten eine Auswahl ihrer Lieblingsbücher beim Gründerstammtisch vor.
Als "aufrüttelndes Buch" in lebensnaher Sprache empfiehlt Christa Beckers das Werk von Robert Betz: "Raus aus den alten Schuhen!". Der Autor glaubt dem Leben eine neue Richtung geben zu können, wenn man sich von verstaubten Denk- und Verhaltensmustern und Gewohnheiten löst. Timothy Ferriss "Die 4-Stunden-Woche" ist ein Bestseller mit mehr als 500000 verkauften Exemplaren. Christa Beckers entdeckt "viel Wahres darin, obwohl ich mehr als vier Stunden arbeite." Bertram Simon kritisiert den eingeschränkten Nutzen des Buches und "Stil eines Kinderbuches". Besser gefallen ihm die 99 Thesen in "Ökonomie 2.0" von Norbert Häring und Olaf Storbeck. Es sei ein "Buch zum entspannten Reinblättern vor dem Schlafengehen" und der Beweis, daß Wirtschaftswissenschaft spannend sein kann, so Bertram Simon.
Martin Haas setzt auf "Effektives Selbstmanagement" von Alexander Großmann als "gute kompakte Zusammenfassung". Besondere Aufmerksamkeit verdiene Henryk M. Broder´s islamkritisches Buch "Hurra, wir kapitulieren!". Die selbstkritische Schrift des renommierten Publizisten spreche Gedanken zum Islam aus, "bei denen man überlegen muß, ob man sie laut aussprechen darf." Der Börsenmakler Dirk Müller, auch Mister Dax genannt, vermittelt in "Crashkurs" fundiert die Hintergründe der aktuellen Wirtschaftskrise. Es sei ein "spannendes und unterhaltsames Buch mit schwarzem Humor und positivem Ausblick", erzählt Beate Winklewsky. Als Unterhaltungslektüre empfiehlt sie Stieg Larsson´s Krimi "Verblendung" und den Öko-Thriller "Der Schwarm" von Frank Schätzing.
Ein unentbehrlicher Begleiter im Büroalltag ist für Dietmar Podszuck das von den Germanistikprofessoren Reiner Pogarell, Markus Schröder und Rudolf Bartzsch herausgegebene "Wörterbuch überflüssiger Anglizismen". In die Ordensregeln des heiligen Benedikt als Maßstab des Wirtschaftens und der Menschenführung führen Anselm Bilgri und Konrad Stadler ein. "Finde das rechte Maß. Benediktinische Ordensregeln für Arbeit und Leben", lautet der Titel. "Wie gehe ich mit Menschen um", sei die Kernthese des Buches, sagt Beate Kreis. Abschließend stellt Daniela Lange zwei Bücher des ehemaligen Ford-Managers Daniel Goudevert vor. "Wie ein Vogel im Aquarium" und "Der Horizont hat Flügel" stehen beide unter dem Gesichtspunkt der "Political Correctness".
Herzlichen Dank an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen für die spannende und aufschlußreiche Literaturrunde.
MITGLIEDERVERSAMMLUNG
25. März 2009
Die nachfolgende Tagesordnung wurde erwartungsgemäß angenommen:
1. Begrüßung der Anwesenden und Eröffnung der Versammlung
2. Ernennung eines Protokollführers
3. Feststellung der Anzahl der stimmberechtigten Teilnehmer
4. Feststellung der Beschlussfähigkeit
5. Genehmigung der Tagesordnung
6. Bericht des Vorstandes
7. Satzungsänderung*
8. Wahl des neuen Vorstandes**
9. Verschiedenes
* Folgender Vorschlag zur Änderung der Vereinssatzung betrifft § 8 - Vorstand:
§ 8 Vorstand
Der Vorstand des Vereins besteht aus 4 Personen, nämlich dem 1. Vorsitzenden, dem 2. Vorsitzenden, dem Schriftführer und dem Schatzmeister. ...
---
Soll lauten:
Der Vorstand des Vereins besteht aus 3 Personen, nämlich dem 1. Vorsitzenden, dem 2. Vorsitzenden und dem Schatzmeister. ...
**An dieser Stelle möchte ich euch informieren, dass Hans-Jürgen Dorr seinen Vorstandsposten aus beruflichen Gründen leider nicht weiter ausführen kann.
Der neue Vorstand:
1. Vorsitzende: Christa Beckers
2. Vorsitzende: Bertram Simon
Kassenwartin: Barbara Huber
Bergischer Gründerstammtisch
12. März 2009
Stammtisch: "Vertragsrecht - Wie man über Versicherungen Schaden abwehren kann"
Diese Frage hat sich jeder Freiberufler schon gestellt. Lohnt sich eine Versicherung, um Vermögensschäden abzuwehren und Forderungsausfälle abzusichern, ist Rechtsschutz notwendig? Es kommt darauf an, sagt der Fachmann. Versicherungsmakler Robert Scheithauer referierte beim Gründerstammtisch zum Thema "Vertragsrecht - Wie man über Versicherungen Schaden abwehren kann".
"Es ist immer das versichert, was man nicht versichert haben möchte", sagt Robert Scheithauer. Kann ich als Dienstleister mögliche Schäden absichern? Das ist bedingt möglich. Umsatz- und Verdienstausfälle lassen sich versichern, aber nicht in jeder Branche. So sind Versicherungsleistungen für IT-Firmen sehr unterschiedlich in der Versicherungssumme und dem Leistungsumfang geregelt. "Wichtig beim Abschluß einer Haftpflichtversicherung ist der Inhalt, der abgedeckt wird und nicht die Höhe der Versicherungssumme", so der gelernte Bankkaufmann.
Die Versicherungssumme ist immer vom Geschäftsrisiko abhängig. Eine Vermögenshaftpflicht ist stets sehr teuer. Für bestimmte Berufsgruppen besteht Versicherungspflicht. Dazu zählen u.a. Dachdecker, Ärzte, Steuerberater und Steuerprüfer. Rechtschutz hat immer zwei Seiten. Die aktive, um selbst Ansprüche geltend zu machen und die passive Seite, um selbst geschützt zu sein. Eine konventionelle Produkthaftpflicht haftet zum Beispiel bei einem mangelhaften Produkt. Sie ist übertragbar auf einen Übersetzer, der eine Bedienungsanleitung falsch übersetzt hat, wenn durch deren Anleitung eine Person einen Schaden erleidet.
Ein weiteres Beispiel: Ein Unternehmen klagt auf Schadensersatz, weil durch eine Email angeblich Viren im Betrieb freigesetzt worden sind. Eine einfache Bürohaftpflichtversicherung ( circa 120,- EURO per anno) deckt das ab. "Je höher die Schadenssumme, desto intensiver prüft der Versicherer", erklärt Robert Scheithauer. Der Experte hält eine Vermögensschadenversicherung für sinnvoll und rät besonders Hausverwaltern sich abzusichern. "Entscheidend ist, gehen sie immer zum Versicherungsmakler ihres Vertrauens!"
Wir bedanken uns bei Robert Scheithauer für seinen fundierten und engagierten Vortrag zum Thema Rechtsschutz und Versicherungen. Weitere Informationen gibt es unter der Emailadresse info©v-sh.de und auf der Homepage www.v-sh.com. Viele nützliche Hinweise gibt es unter den Webadressen www.versicherungsmakler-wuppertal.de und www.tarifcheck24.com.
02. März 2009
AUTORENTREFFEN: "Fenster zum Tal - Band 2"
Bergischer Gründerstammtisch
12. Februar 2009
Stammtisch: "Bergischer Einzelhandels- und Dienstleistungsverband e.V."
"Die Einkaufstüten der Kunden bleiben immer öfter leer", lauten die Schlagzeilen vieler Tageszeitungen in der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise. Das die Verbraucher das Geld nicht mehr so leicht ausgeben, spüren nicht zuletzt die bergischen Einzelhändler. Der Rheinische Einzelhandels- und Dienstleistungsverband in Wuppertal möchte die Kauflust der Kunden mit attraktiven Angeboten fördern. Der stellvertretende Geschäftsführer Georg-Eicke Dalchow als Referent in Begleitung des Verbandsgeschäftsführers Ralf Engel und Außendienstmitarbeiter Ulrich Sticher-Wentzel stellten den Verband beim Bergischen Gründerstammtisch vor.
Ursprünglich existierten zwei Verbände in Wuppertal und Remscheid mit dem Schwerpunkt Einzelhandel. "Durch den Konzentrationsprozeß im Einzelhandel haben wir uns verstärkt mit Dienstleistern beschäftigt", erklärt Georg-Eicke Dalchow. Die Notwendigkeit der Neuausrichtung habe zu einem höheren Beitragsanteil kleiner Unternehmen im Verband geführt. 2500 Mitgliedsunternehmen gehören heute dem Rheinischen Einzelhandels- und Dienstleistungsverband an. Auf Grund der wachsenden Bedeutung und Anzahl von Dienstleistern gibt es inzwischen ein Netzwerk, dem rund 200 Unternehmen angehören. Die Sparten umfassen sowohl den IT-Service als auch den Menüdienst und weitere Firmen unterschiedlicher Branchen. Lag der Anteil inhabergeführter Geschäfte 1995 noch bei 40 Prozent, sind es jetzt nur noch 30 Prozent aller im Verband angeschlossenen Unternehmen.
Zu den Schwerpunkten der Verbandsarbeit zählen die Rechtsberatung der Mitglieder und Fragen zum Arbeitsrecht. Drei Rechtsanwälte sind für den Dachverband tätig. Bis zu 130 Rechtsstreitigkeiten gehen jährlich vor das Arbeitsgericht. "Neben der Rechtsberatung erbringen wir Dienstleistungen für unsere Mitglieder und geben Wirtschaftsinformationen weiter", so Georg-Eicke Dalchow. Oft haben die Mitglieder Fragen zum Mietrecht und der komplexen Rechtsform des Franchising. Der Verband bietet Musterverträge zu allen Themen an. Rundschreiben und regelmäßige Treffen direkt in den Firmen ergänzen und fördern den Kontakt zwischen dem Verband und dessen Mitgliedern.
80 Unternehmen sind zur Zeit vom Dachverband mit dem Gütesiegel "ServicePlus" zertifiziert worden. Dieses Qualitätsmerkmal wird an inhabergeführte Fachgeschäfte und Dienstleistungen vergeben, die sich zum Beispiel durch ein herausragendes Angebot, ein ansprechendes Ambiente und besonderen Kundenservice auszeichnen. Herzlichen Dank an Georg-Eicke Dalchow, Ralf Engel und Ulrich Sticher-Wentzel für den informativen und anregenden Austausch. Weiterführende Informationen gibt es wie immer im Internet unter der Webadresse www.services24.de.
Bergischer Gründerstammtisch
15. Januar 2009
Stammtisch: "Gewerblicher Rechtschutz"
60992 neue deutsche Patente wurden 2007 beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet. Im selben Jahr registrierte die Behörde in München 18083 neue deutsche Gebrauchs- und 54301 Geschmacksmuster. Dazu kommen noch 76165 neue deutsche Marken in 2007. Patentanwalt Rüdiger Priebisch klärte beim Gründerstammtisch über "Gewerbliche Schutzrechte" auf.
"Mit einem Patent allein ist man noch nicht erfolgreich am Markt", lautet die Kernaussage des diplomierten Wirtschaftsingenieurs. Allein schon die Unterscheidung zwischen einem Patent, Gebrauchs- und Geschmacksmuster oder einer Marke ist schwer abzugrenzen und fließend. "Ein Patent ist eine technische Problemlösung, die neu sein muss und es so noch nicht gegeben hat", erklärt Rüdiger Priebisch. "Das ist vor allem im IT-Bereich schwierig, da Software unter Urheberschutz fällt."
Erfinder können Patente selbst anmelden, meist ist ein Patentanwalt mit dabei. Patentansprüche müssen exakt definiert sein. Der Prüfer drängt auf spezielle Ausführungen des zum Patent angemeldeten Produkts. Was ist zum Beispiel bei dieser Zange neu? Gibt es vergleichbare Werkzeuge? Was war vor fünfzig Jahren auf dem Markt? Recherchen gleichen in vielen Fällen der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Bremsen sind gleich in mehreren verschiedenen Patentklassen klassifiziert. Die Kosten einer Patentanmeldung inklusive Gebühren und Anwaltshonorar summieren sich auf bis zu 3000,- EUR. Zwei bis drei Jahre dauert das Verfahren in der Regel, doch nur zehn Prozent der Anmeldungen erhalten nach einem Jahr den Erteilungsbeschluss. Nach 18 Monaten wird jede Patentanmeldung, so wie sie ist, publiziert.
Beim Schutz einer Marke (Waren und Dienstleistungen) sieht Rüdiger Priebisch Vorteile bei Wortzeichen. "Die sind vorteilhafter als Bilder, weil sie leichter erkannt und besser publiziert werden können." Jeder kennt zwar das Signet einer großen deutschen Bank, aber in der Regel sind Worte leichter identifizierbar. Eine Marke lässt sich ab 900,- EUR rechtlich schützen. Für Gebrauchsmuster gilt folgendes: Sie werden nur formal als Erfindungen geprüft, nach gut zwei Monaten eingetragen und nach drei Monaten publiziert. Das Design ist bei der Anmeldung eines Geschmacksmusters das entscheidende Kriterium. Es ist ein Kopierschutz für Form und Aussehen des zu schützenden Musters. Geschmacksmuster können ab 500,- EUR und Gebrauchsmuster ab 1800,- EUR angemeldet werden. Der Experte empfiehlt die beiden letztgenannten Schutzrechte, wenn der Patentschutz abgelehnt wird.
Wichtig zu wissen ist, dass jedes Schutzrecht und Patent rechtlich angreifbar ist und bis auf einige Ausnahmen der Rechtsschutz zeitlich limitiert bleibt. Herzlichen Dank an Rüdiger Priebisch, der unter der E-Mail-Adresse priebisch@t-online.de gerne Fragen beantwortet. Weitere Infos gibt es beim Deutschen Patent- und Markenamt unter www.dpma.de. Zur Eigenrecherche gibt es auf der Startseite der Homepage einen Link mit dem Titel Depatisnet.